
Die Zeit zwischen der Entscheidung und eurem Abflug ist eine super spannende, intensive, nervenaufreibende aber auch arbeitsreiche Zeit.
Sie ist aber eine tolle Zeit, auch wenn die Zeit mal lang wird, müsst ihr euch daran erinnern, dass ihr an eurem Traum arbeitet, für den es sich lohnt.
Was ist denn alles zu organisieren zwischen der Entscheidung und dem lang ersehnten Abflug?
- Notwendige Visa
- Flüge
- Kreditkarten
- Finanzierung der Reise – kann ich ohne arbeiten reisen oder benötige ich ein Work & Travel Visum?
- Langzeit-Krankenversicherung im Ausland
- Impfungen, Gesundheitschecks, Zahnarzt Kontrollen
- Arbeit kündigen/Sabatical/unbezahlten Urlaub beantragen
- Equipment: Backpack, Ausrüstung
- Haushalt auflösen, nicht benötigtes verkaufen/verschenken
- Mietvertrag: kündigen oder weiter Miete zahlen/Untermieter organisieren?
- Sachen einlagern: Lagerabteile, bei der Familie, etc.
- Reiseziele & mögliche Routen, was möchte ich unterwegs definitiv sehen/unternehmen? Prioritäten setzen!
- Arbeitslos melden?
- Private Renten-, Unfall-, und andere Versicherungen abschließen
- Planen, neu planen, Pläne umschmeißen und wieder neu planen
Diese Liste lässt sich für jedes Reiseziel anders formulieren, manche Punkte braucht man je nach Reiseart nicht, manches muss man für seine Reise adaptieren, das ist immer individuell. Aber hoffentlich ist diese Liste ein kleiner Anhaltspunkt für euch, damit ihr nicht vor einem riesigen Projekt steht ohne Ahnung wo man anfangen soll.
Doch es ist nicht nur eine arbeitsreiche Zeit, wo man vieles organisieren muss, sondern hauptsächlich eine Zeit der Vorfreude, des sich ausmalen, Sachen zu planen, nur um sie dann 3 Tage später wieder zu verwerfen und vor allem zu träumen.
Wann man realisiert, dass man sich diesen Traum nun erfüllt, ist ganz unterschiedlich. Zunächst sind es noch Spinnereien, die man den Eltern, Partnern oder Freunden erzählt. Die erste emotionale Hürde war bei mir die Familie, ich konnte nicht einschätzen wie sie alle reagieren werden. Am Ende haben sie mich komplett überrascht mit ihrer positiven Reaktion und alle Gedanken waren umsonst. Das war das erste Mal für mich, dass es real geworden ist. Ab dieser Zeit kamen regelmäßig die Fragen: was gibts neues? Was macht deine Planung?
Komplett real wurde es dann im Januar: die Kündigung in der Arbeit ist eingereicht, das Flugticket gebucht, jetzt gibt es kein zurück mehr.
Irgendwann kommt dann der Punkt, wo der erste Umzugskarton in der Wohnung steht und man sich final überlegt: was brauche ich danach noch? Was kann ich weggeben/verkaufen? Viel habe ich in den letzten Monaten schon verkauft, manches wird noch aussortiert und so langsam kommt der ‘Zeitdruck’ da der Umzug nach Hause zu den Eltern immer näher rückt.
Auch emotional wird die Zeit vor der Abreise: der Gedanken sich von Familie & Freunden zu verabschieden, treibt einem schon im Vorneherein so manche Träne in die Augen und dann sind die ersten Verabschiedungen im Freundeskreis oder Arbeit da und man merkt erstmal, dass das ein Tschüss auf lange bzw. unbestimmte Zeit sein wird. Man macht sich Gedanken, wie verabschiede ich mich von allen, welche Abschiedsgeschenke organisiere ich noch?
Auch die Freunde werden langsam emotional je näher der Termin rückt, was es einem nochmal doppelt so schwer macht zu gehen, aber es tut der Seele auch einfach so gut, man merkt wie viel man ihnen bedeutet und auch umgekehrt. Heutzutage Kontakt zu halten ist so einfach wie nie und doch so schwer wie nie: dank den sozialen Medien ist man immer oberflächlich vernetzt, doch schafft man es darüber hinaus Kontakt zu halten? Dafür finde ich gerade keine Antwort, das wird die Zeit zeigen, bei manchen wird es bestimmt ein Goodbye forever, während sich andere Freundschaften halten bzw nur noch tiefer werden.
Es wird Hochs & Tiefs geben, wie in jeder anderen Lebenssituation, so richtig realisieren, dass es jetzt losgeht, wird man wohl erst, wenn man im Flugzeug sitzt ✈️
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