Singapur 02.06.24 – 06.06.24

Welcome to Singapore Sign at Changi Airport

02.06.24: Ankunft & erster Tag in Singapur

Nach den 12h Flug, war es endlich soweit: Touchdown in Singapur! Nach der Immigration & meinen Rucksack abholen habe ich mein Gepäck erstmal beim dortigen Baggage Storage abgegeben – diese gibt es in den verschiedenen Terminals und erleichtern das Leben. Hier gibt es verschiedenen Tarife, je nach der Größe des aufzuhebendes Gepäcks. Für meinen Rucksack kam nur Odd Luggage over 10kg in Frage – für 24h Aufbewahrung zahlt man 16,00 Sin $ – in Euro sind das ca. 11€. Da ich noch Zeit totschlagen musste vor dem Check In at 3pm, bin ich erstmal am Flughafen geblieben.

Dort gibt es viel zu sehen – im Transit, wie auch in der Public Area. Zwischen Terminal 2 & 3 findet man das Jewel, die Hauptattraktion am Airport. Das Jewel beinhaltet eine riesige Shopping Mall, einen 40m hohen Indoor Wasserfall & ein paar Gärten.

Der Wasserfall & die Gärten zum Besichtigen öffnen erst um 10 Uhr, daher bin ich erstmal rumgelaufen & hab mir einen Müsliriegel im Dschungelbereich gegönnt. Um den Dschungelbereich am besten zu sehen, hab ich mich für die Besichtigung des Canopy Parks entschieden – wer unter den ersten 50 täglichen Besuchern ist, bekommt ein gratis Print Bild. Gleich zu Beginn sind Blumenhalbkreise aufgebaut, außerdem gibts für Kids eine Rutsche, insgesamt gibts paar verschiedene Gartenbereiche & man hat tolle Ausblicke auf den Dschungel & Wasserfall.

Bevor es nach Singapur ging, gab es noch ein kleines Mittagessen, im Keller vom Terminal 3 gibt es einen Food Court, ich war die einzige europäisch aussehende in dem Areal, das scheint wohl ein typischer Local Food Court zu sein. Für 2,50$ gab es eine Tasse Schwarztee & ein Bao Bun mit Hühnchen – unglaublich lecker, leicht & so günstig!

Chicken Bao Bun & Black Tea

Für die Öffis gibt es verschiedene Möglichkeiten, habe mich für die Singapur Card entschieden, das waren 3 Tage für 34$ – das war voll in Ordnung mit der Metro ging es erst zur Expo & dann weiter nach Chinatown – ich musste so aufpassen nicht in der U-Bahn einzuschlafen, da hat mich der Jetlag zum ersten Mal richtig getroffen. Von der U-Bahn waren es nur so 5-10 Minuten zu Fuß – es gibt aber 2 Cube Hostel in derselben Straße & natürlich bin ich erstmal ins falsche getigert.

Im richtigen Hostel angekommen war es so gg 14 Uhr, sie waren extrem streng mit 15 Uhr Check In, also hieß es eine Stunde warten. Rucksack dalassen wollte ich nicht, man konnte sie nur im Gemeinschaftsraum lassen, das war mir nicht so recht. Ich hatte ein 12 Bett Female Only Cube gebucht, der Vorteil war man hatte seine komplette Ruhe in seinem Holzcube & hat die oben drüber nicht wirklich gehört. Nach dem Auspacken hab ich’s mir erstmal gemütlich gemacht & ne Runde gepennt, draußen hat’s eh geregnet, also hab ich nichts verpasst.

Wieder wach & mit bissl Neugierde auf die Stadt, ging es dann nach Chinatown rein, wo ich mir erstmal ne SIM Karte geholt hab für Singapur – ohne war ich vorher viel zu aufgeschmissen. Von Chinatown bin ich Richtung Downtown gelaufen, auf dem Weg bin ich in Maxwell in 2 Hawker Centres (Foodcourts mit super Essen für wenig Geld) gewesen, Milli‘s Tipp für einen Lime Juice mit Zucker gegen den Jet lag war Gold wert , nur Essen wollte ich noch nichts, mich hat das Angebot zu sehr überfordert.

In Downtown bin ich bis zum Lau Pa Sat gelaufen, ein guter Foodcourt & hier hab ich mir dann auch was zu essen geholt: eine Mee Soto Chicken Noodle Soup – das ist was indonesisches, gut scharf & extrem lecker 🙂

Mee Soto Suppe

Von dem Food Court aus ging es weiter durch Downtown bis zur Marina Bay – als meine Eltern & ich 2006 hier waren, gabs das alles noch nicht. Die Bay ist schon extrem beeindruckend, zusätzlich gab es zu dem Zeitpunkt auch noch ein Lights Festival, wodurch für zusätzliche Beleuchtung gesorgt war. Nach einem Spaziergang an der Bay entlang bis zum Marina Bay Sands Hotel & zur Expo Shopping Mall ging es dann mit der Metro zurück, der Jet lag hat ganz schön gekickt & morgen gehts früh weiter.

03.06.24: Singapur, McRitchie Nationalpark, Abendessen an der East Coast mit lokalen Spezialitäten

Das Hostel hatte Frühstück inkludiert, es war eine Mischung aus europäisch & asiatisch: eine Eier-Station, Toast mit Marmelade, Schoko oder Kaya (Kokos Aufstrich, typisch für die Region), Cornflakes, gebratene Nudeln & anderes asiatisches warmes Essen. Am ersten Morgen hab ich mir ein Rührei mit Gemüse gemacht, Toast mit Butter & Marmelade/Schoko Aufstrich. Ich hatte einen Singapuri neben mir, der sehr fasziniert von meinem Omlette war & mir die ganze Zeit erzählt hat, Toast sei kein Frühstück in Asien.

Gegen 8:30 hat Milli mich abgeholt am Hostel & wir sind mit der Metro zum McRitchie Nationalpark gefahren. Die Fahrt dauert gute 30-40 Minuten, es ist doch eher am Stadtrand. Eigentlich wollten wir zu einem Tree Top Walk, los ging es erstmal durch einen Dschungel den Hügel hoch, am Weg sind uns einfach Affen begegnet! Diese sind sehr auf Wasserflaschen spezialisiert, also am besten im Rucksack oder unter dem Shirt verstecken. Am Anfang des Tree Top Walk angekommen, haben wir festgestellt, dass sie montags immer geschlossen haben 😦 sind dann wieder runter & weiter zum Wasser-Reservoir gelaufen, das ist ein stehendes Gewässer, welches zur Hälfte mit Frischwasser & zur Hälfte mit aufbereitetem Trinkwasser gefüllt ist. Rund um Singapur finden sich solche Reservoirs, um die Wasserversorgung zu garantieren. Nach unserer langen Wanderung waren wir kurz bei einem Inder für einen Iced Tea mit Milch & Gewürzen bevor wir in das Stadtviertel Little India gefahren sind.

Im Little India waren wir im Tekka Center, einem Foodcourt mit Shopping Centre oben drüber. Das Naan Brot dort war extrem gut, das hatte mir voll als Essen gereicht, Milli hat uns noch 2 Dips/Aufstriche dazu bestellt. Wie immer alles super gut. Im Shopping Bereich gibts u.a. traditionelle Saris und wirklich tolle Kleider, aber als Backpacker kann man sich da nicht wirklich was mitnehmen 🙂

Vom Tekka Centre ging es weiter ins Mustafa Centre, ein so riesiges Einkaufscentrum, wo es alles gibt, was es gibt & wenn es was im Mustafa nicht gibt, gibt es das wohl nicht in Singapur! ☺️ dort holen sie auch immer Mitbringsel für Deutschland.

Von hier sind wir dann zu ihrem neuen Apartment gefahren, die beiden leben in einem Condo mit riesigem Pool, das war dann unser Programm für den Nachmittag.

Abends haben wir uns mit Marc, ihrem Mann getroffen und waren super lecker essen in einem Hawker an der East Coast, dort haben wir dann zusammen den Abend ausklingen lassen.

04.06.24: Botanic Gardens & Gardens by the Bay

Heute ging es wieder alleine weiter. Nach einem Frühstück aus Kaya Toast & Müsli bin ich erst zur Orchard Street gefahren, dort gab es ganz viele teure Shopping Centre.

Orchard Street

Von dort ging es weiter zum Botanischen Garten, der nur so eine 1/4h zu Fuß entfernt lag. Ich werde definitiv nicht alles schaffen anzuschauen, aber dachte mir den Großteil sollte ich schaffen. Der Eintritt ist bis auf den Orchideen Teil gratis, die paar Dollar Eintritt lohnen sich aber sehr für den Orchideen Garten!

Mitten im Park gibt es einen Tea Shop, da konnte ich nicht wiederstehen, da sie auch Iced Tea hatten – eine Wohltat bei den Temperaturen!

Da mir die Füße mittlerweile schon sehr schmerzten, ging es mit der Metro erstmal weiter zur City Hall Station. Die Station heißt zwar so, aber es gibt kein Rathaus in Singapur, nur das Parlament & Supreme Court. Etwas verwirrend für Touristen aber gut. Direkt dort ist das Raffles Shopping Center mit riesigem Food Court, auf Empfehlung von Millis Mann Marc gab es dann eine Laksa Suppe mit Hühnchen (Suppe auf Kokosnuss Basis, gut würzig bis scharf, aber echt lecker). Mit einem Oolong Iced Tea hab ich es mir dort gemütlich gemacht, die Suppe war nach ner 1/2h immer noch so heiß! Danach ging es am Parlament vorbei zum Fort Canning Park, da hieß es erstmal die ganzen Stufen hochlaufen, um sie später wieder runterzulaufen am anderen Ende. Komplett verschwitzt ging es mit der Metro zurück nach Chinatown, zumindest für eine 1/2h im Hostel die Füße hochlegen.

Für den Abend ging es dann zurück an die Marina Bay, genauer gesagt zum Gardens by the Bay. Der Komplex besteht aus 4 Bereichen, Tickets gibt es für alle 4, ich hab mich für die Standard Kombi Cloud Forest & Flower Dome entschieden.

Der Cloud Forest ist den Besuch wirklich wert, es gibt u.a. einen Indoor Wasserfall, einen kleinen Orchideen Garten und dann ganz viel verschiedene Blumenbereiche.

Der Flower Dome war auch ganz nett, nur leider etwas dunkel am Abend, es waren viele Gärten von verschiedenen Regionen aus aller Welt & eine Rosen Ausstellung. Könnte ich mich nochmal entscheiden, würde ich nur den Cloud Forest machen.

Danach war es kurz vor 8 am Abend, in der Ferne konnte ich die Lichter der Light Show bei den Supertrees erkennen, dorthin bin ich dann auch gelaufen. Es war viel los, aber man fand tolle Spots um die Lichtershow zu genießen. Habe eine 1/4h davon mitbekommen, das war voll ausreichend, da es sich wiederholt hat. Die Show ist aber trotzdem empfehlenswert & einfach toll.

Weiter ging es ins Marina Bay Sands Shopping Centre, mich hat aber nichts als Abendessen gecatched, daher bin ich zum Tagesabschluss dann von der Marina weiter zum Merlion Square, wo das Wappen/Maskotchen von Singapur ist: eine Statue aus Fisch & Löwe. Danach ging es nur noch zur nächsten Busstation, ab in den Bus, zurück nach Chinatown & ab ins Hostel und ins Bett, es war ein langer Tag.

05.06.24: Pulau Ubin, Pool Afternoon & Lau Pa Sat Abend

Heute war nochmal früh aufstehen angesagt, um 08:30 haben mich Milli & Marc nach einem Müsli Frühstück angeholt und wir sind nach Downtown gefahren. Dort haben wir Marc bei seiner Arbeit abgesetzt, wir sehen ihn heute Abend wieder.

Nach einer weiteren 1/2h Fahrt sind wir am Fährhafen nach Pulau Ubin angekommen. Die Fähre war recht klein, es war nicht so viel los & wir saßen direkt hinten auf dem offenen Deck, Safety wird hier nicht so groß geschrieben. Die Fahrt dauerte nicht so lange, wir waren innerhalb von 15 Minuten schon dort.

Direkt bei der Fähranlage war ein kleiner Ort, mehr ein paar Häuseransammlungen und wir sind direkt gestartet mit unserer Wanderung über gut die Hälfte der Insel. Auf unserem Weg haben wir wieder sehr viele Affen gesehen, wir waren bei einer Plattform, die bis ins Wasser reicht & man einen guten Ausblick auf die Umgebung, die Flugschneise für den Airport und paar Inseln hat. Haben dort etwas Zeit verbracht, dann sind wir den Küstenweg gelaufen, das war ein Steg komplett im Wasser, das war wie aus einem Farytale Reisebüro Flyer, einfach eine tolle Aussicht.

An Ende vom Steg ging es zurück in den Dschungel, dort haben Krebse kleinere & größere Erdhügel gegraben, das war echt cool. Wir hatten Glück und haben auch ein paar Krebse gesehen. Dort gab es auch einen Aussichtsturm, es war ein echt steiler Anstieg, aber es sehr wert 🙂

Zurück beim Fähranleger waren wir beide etwas geschlaucht & sind mit der nächsten Fähre zurück zum Anleger gefahren. Dort gab es einen Hawker, haben beide eine Ramen Suppe mit Rindfleisch gegessen, das war sehr gut.

Zum Nachtisch haben wir asiatische Nachspeisen probiert: eine thailändische Frucht mit Mandelgelee & eine Portion Crushed Ice mit verschiedenen Sirups, Gelee, Bohnen & Mais on top. Das war sehr ungewöhnlich, wenn man westliche süße Nachspeisen gewöhnt ist. Die Frucht mit dem Gelee war sehr lecker, das Crushed Ice einfach nur wild! Aber ich bin so froh, dass wir es probiert haben.

Nach dem Essen sind wir zurück zu ihrem Condo gefahren und haben uns einen gemütlichen Pool Nachmittag gemacht.

Für’s Abendessen sind wir nach Downtown gefahren, hier waren wir erst im Lau Pa Sat Foodcourt und haben uns dann bei Satay Ständen auf eine gesperrte Straße gesetzt und dort gegessen. Für Milli gab es einen Burger, für mich eine Crispy Chicken Bowl mit halbflüssigem Spiegelei, geteilt haben wir uns asiatisches Sushi als Vorspeise und ein paar Satay Spieße (Rind & Hühnchen, Milli hat sich noch einen Tintenfisch bestellt).

Nach dem leckeren Essen waren wir noch kurz spazieren, dann hat Milli mich ins Hostel gebracht, ich war einfach nur k.o. und sie hat Marc von der Arbeit angeholt, der leider einen langen Tag hatte.

Morgen geht es schon weiter nach Australien, die Tage sind einfach so verflogen, es hat riesig Spaß gemacht, mal wieder in Singapur zu sein, zu sehen, was sich verändert hat, etc.

Milli hat mir so viel über die Kultur, Land & Leute vor Ort erzählt, das war so interessant und ich habe viel neues gelernt. Die Zeit mit ihr & ihrem Mann ist einfach verflogen, es war so schön nach über 5 Jahren mal wieder sich auf den neuesten Stand zu bringen & wir haben dort weiter gemacht, wo wir vor all den Jahren aufgehört haben, das war einfach herrlich. Danke für die tolle Zeit mit euch, einen schöneren Start für meine Reise hätte ich mir nicht vorstellen können!

Eine Antwort zu „Singapur 02.06.24 – 06.06.24“

  1. Avatar von Klaus und Hannelore
    Klaus und Hannelore

    Danke für die tolle Schilderung über deine Ankunft in Singapur.

    Beim lesen deines Berichtes fühlten wir uns wie an der Hand genommen und der Besuch dieser tollen Stadt fühlte sich sehr wirklichkeitsnah an.

    Wir freuen uns auf weitere solch interessanter Reiseberichte. Liebe Grüße von Klaus und Hannelore

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