1 Woche in Cairns: Abenteuerurlaub

Cairns – Ausgangspunkt für viele Highlights im Northern Queensland. Der Ort selbst ist recht überschaubar und besteht hauptsächlich aus Restaurants, Bars, der Lagoon zum Schwimmen, Übernachtungsmöglichkeiten, ein paar Shops & einem Shoppingcenter.

Um gemütlich einige der vor Ort angebotenen Aktivitäten zu genießen und auch verarbeiten, kann ich euch einen Aufenthalt von gut einer Woche empfehlen. Natürlich könnt ihr euer Programm sehr voll gestalten, aber das ist auch durchaus eine Preisfrage. Ihr erlebt so viele Eindrücke, dass ich euch empfehlen würde euch auch mal ein paar Tage zu entspannen und runterzukommen.

Entweder bucht ihr eure Aktivitäten im Vorneherein über z.B. Getyourguide oder ihr wartet ab, bis ihr vor Ort seid und plant euer Vorgehen ganz entspannt vor Ort je nach Wetterlage.

Einige Aktivitäten, die ihr hier unternehmen könnt, sind unter anderem:

  • Schnorcheln oder Tauchen am Great Barrier Reef
  • Tagesausflug nach Port Douglas
  • Tagesausflug in den Daintree Rainforest (Mossman Gorge)
  • Kuranda (Skyrail, Koala Gardens, Scenic Train Ride)
  • Sky Diving
  • Tagesausflug nach Fitzroy Island oder Green Island
  • Atherton Tableland Wilderness Tour

Da ich mich auf ein paar Highlights konzentriert habe, habe ich nicht alle dieser Aktivitäten unternommen. Mein Programm für eine Woche hatte das Folgende im Programm:

  • Schnorcheln am Great Barrier Reef
  • Tagesausflug nach Port Douglas & Mossman Gorge / Daintree Rainforest
  • Kuranda Skyrail, Koala Gardens, Scenic Train Ride
  • Tagesausflug nach Fitzroy Island

Tag 0: Ankunft in Cairns

Die Anreise über den Flughafen von Cairns ist am einfachsten und wird von den meisten Reisenden gewählt, die in Cairns mit ihrer East Coast Reise anfangen. Alternativ fahren hier auch die Busse von Greyhound und Premier Bus Services hin bzw. ab. Die typische Reise sieht vor, entweder die Küste hoch oder runter zu reisen, also in Cairns zu enden oder zu beginnen. Ich habe mich entschieden, in Cairns anzufangen und gleich mal einige der Highlights der Ostküste damit abzuhacken.

Cairns Airport ist nicht wirklich groß, man braucht normalerweise nicht lange auf das Gepäck warten, sondern sobald man draußen in der Ankunftshalle ist, läuft das Gepäckband schon oder fängt kurz danach an. In die Stadt kommt ihr entweder mit einem Shuttle oder mit dem Uber. Bevorzugen würde ich das Uber, ihr braucht keine 20 Minuten bis in die Innenstadt.

Geschlafen habe ich die ganze Zeit im YHA Cairns Central, das Hostel kann ich euch nur empfehlen, es ist super sauber, die Zimmer recht groß und ihr habt Spinde – das hat man leider nicht überall in Australien! Die Küche ist auch sehr funktionstüchtig und man hat viel Platz zum Verstauen aber auch zum Kochen. Außerdem schlafen hier viele Backpacker – ein super Ort also um neue Leute kennenzulernen und irgendwie macht hier jeder auch das gleiche vom Programm her, da kann man sich leicht zusammenschließen, wenn man dazu Lust hat. Die Shared Bathrooms sind super & sehr sauber, man benötigt also kein En-suite Zimmer und man hat den besseren Blick auf den Pool in der Mitte vom Hostel von den Shared Bathroom Zimmern. Auch für die kalten Monate ist man gerüstet, denn es gibt richtiges Bettzeug und nicht nur das typische Laken, was man oftmals bekommt.

Vom YHA aus hat man das Central Cairns Shopping Centre direkt gegenüber mit Woolworths, Coles, Kmart & vielen anderen Stores! Nur der Food Court macht zumindest im Winter unnötig früh zu – um 17 Uhr bekommt man schon oft nichts mehr zu essen.

Ich würde euch empfehlen, den Ankunftstag dafür zu nutzen, einkaufen zu gehen und einfach anzukommen – die nächsten Tage warten so viele Abenteuer auf euch, da habt ihr keinen Stress!

Tag 1: Erkunden von Cairns & der Laguna

Nach einem stärkenden Frühstück geht es heute durch die Stadt. Cairns an sich ist nicht wirklich groß, ihr habt also keinen Stress.

Am Wochenende gibt es einen Farmers Market (Rusty’s Market) mit tollen Früchten & Gemüse, Mode & Schmuckständen und ein paar Gastroständen. Der Markt befindet sich zwischen Sheridan Street & Grafton Street und ist definitiv einen Besuch wert – egal ob für einen Kaffee/Smoothie oder einfach zum durchstöbern!

Direkt neben dem Market ist das Gilligans – eine Institution in Cairns, von der auch die Locals aus anderen Städten gehört haben. Es ist das Party Hostel in Cairns schlecht hin mit eigenem Club & Bar jede Nacht – wer also Lust auf Party Pur hat, der ist hier richtig aufgehoben. Gilligans ist mittlerweile so groß, dass sie auch ein eigenes Reisebüro haben – die Preise hier auszuchecken lohnt sich definitiv! Wir hatten einen Mietwagen gebucht dort, der günstiger war als überall online und es hat alles super geklappt. Sie haben auch viele Angebote für eure Reise weiter in den Süden wie die Whitsundays & Co, wie auch sämtliche Aktivitäten, die man in Cairns machen kann, schaut also mal vorbei!

Ansonsten führt euch fast jede Straße in Richtung Laguna und allen Shops & Restaurants & Bars – wir sind meistens die Shield Street runtergelaufen vom YHA aus – da kommt ihr direkt an vielen kleinen Shops vorbei bis ihr an der Esplanade seid – das ist die Touri-Hauptstraße. Hier tummeln sich die meisten Restaurants, tolle Bars, Fast Food Läden und viele Dessert Läden mit Eiscreme, Crêpes, Waffeln, etc. – wer hier nichts findet, dann weiß ich auch nicht 🙂

Dort findet ihr auch die Cairns Night Markets – nichts anderes als ein Food Court, wo ihr euch den Bauch voll schlagen könnt.

Für ein gutes Eis kann ich euch zwei Läden in der Nähe der Esplanade empfehlen, ihr lauft nach links bis zur Aplin Street, dort findet ihr zwei Gelateria – beide gut. Noch besser und vor allem more typical Australian findet ihr im Cold Rock ICE Creamery – hier wählt ihr euch eure Eiscreme Sorten aus, eure Größe und dann könnt ihr euch extra Zutaten aussuchen, z.B. M&Ms, KitKat, Timtams, alle möglichen Schokosorten, Gummibärchen, Früchte & Co – das ganze wird dann mit euren Eissorten auf einer Eisplatte für euch frisch gemixt und ihr bekommt es als eine Eiskugel dann in euren Becher – so etwas habe ich bisher noch nie in Europe gesehen, ich kannte es aus Kanada und kann es euch wirklich nur empfehlen 🙂

Wenn ihr schon an der Esplanade seid, dann sind es bis zum Meer nur noch ein paar Schritte zu Fuß – baden im Meer ist hier verboten, es herrscht mal wieder Croc Gefahr, es gibt aber die Lagoon – das ist ein großer Pool mit Life Guards on Duty, wo sowohl Kinder als auch Erwachsene schwimmen gehen können – kostenlos.

Wenn ihr noch weiterlaufen wollt, dann könnt ihr nach rechts entlang des Meeres laufen und kommt zum Pier von Cairns – hier legen alle Ausflugsschiffe ab – ihr werdet hier definitiv öfters sein für eure Tagestouren zum Riff oder auf die verschiedenen Inseln!

Nun habt ihr alles gesehen, Cairns ist wie gesagt nicht riesig und lebt eher von der Nähe zum Riff und allen Tagesausflügen, die man von Cairns aus starten kann.

Ansonsten empfehle ich euch, es heute langsam angehen zu lassen, morgen wartet schon das erste Highlight auf euch: es geht ans Great Barrier Reef – eine Erfahrung, die euch nicht mehr genommen werden kann!

Tag 2: Schnorcheln am Great Barrier Reef

Wer an Cairns oder Australiens Ostküste denkt, der denkt natürlich auch an das Great Barrier Reef. In Europe denkt man voller Faszination daran, aber auch mit gemischten Gefühlen, denn man hört viel über ausbleichende Korallen – aufgrund des Massentourismus. Auch ich wusste nicht wirklich, ob ich mir das Riff anschauen soll oder nicht. Bei meiner Ankunft im Hostel hatte ich noch keine Tour gebucht, in meinem Zimmer waren aber 2 Mädels, die für Forschungsorgas gearbeitet haben und mir berichtet haben, dass man sich hier durchaus um das Riff kümmert.

Wir haben recht schnell eine Mädels Gruppe aufgebaut im Hostel und eine der Mädels war dabei, sie hat mir die Tour mit Down Under Tours empfohlen, sie meinte das ist ein gutes Schiff, daher habe ich mich dann entschieden, das Riff doch anzuschauen – es ist immerhin eine once in a lifetime experience!

Nun stellt sich die Frage: Will man nur schnorcheln oder gleich noch tauchen ausprobieren? Ich habe mich damals gegen das Tauchen entschieden und muss sagen, dass ich nichts verpasst habe – die Touranbieter bieten meist eine Kombination aus Schnorcheln und Tauchen an – das heíßt ihr fahrt zu Riffteilen, wo man auch als Schnorcheler ganz viel sieht – und wer will, kann ja einfach mal mit dem Schnorchel die Luft anhalten und nach unten tauchen – dann seht ihr das, was die Leute vom Tauchen sehen – nur seid ihr halt nicht konstant so weit unten. Tauchen kostet meist nochmal mehr Geld und die Touren sind schon nicht günstig an sich.

Die Touren bieten meist ein Tagespaket an mit 2 Riff Plätzen, Morning Coffee, Mittagessen und manchmal noch Wine & Cheese & Crackers am Nachmittag. Down Under Tours bietet genau das an und ich habe 250$ dafür gezahlt – klingt erstmals viel Geld und ist es auch, umgerechnet sind es immerhin nur noch 160 Euro – das klingt schon mal besser und es ist das Geld definitiv wert! Ob ihr direkt bucht beim Anbieter oder via z.B. GetyourGuide, ist eure Entscheidung.

Euer Ausflugstag beginnt früh, denn ihr müsst gegen 07:30 am Pier sein und einchecken. Esst auf jeden Fall etwas zum Frühstück davor, es wird definitiv gut schaukelig am Boot, ich war froh, etwas im Magen zu haben. Im Nachhinein hätte ich gerne Sea Sickness Tabletten genommen, ich war der Meinung, ich würde das schon aushalten und so schlimm kann es ja nicht werden. Nehmt meinen Tipp an und besorgt euch vorher welche und seid nicht zu stolz sie zu schlucken – es hilft euch – ihr solltet sie schon am Pier nehmen, spätestens 20 Minuten vor Abfahrt müssen sie genommen werden, sonst helfen sie nichts mehr.

Am Pier angekommen, geht ihr im Terminal zu eurem Touranbieter, checkt dort ein und geht dann zu eurem Schiff. Ihr bekommt fixe Plätze zugewiesen, die gelten aber nur für die Einweisung, für den Rest der Zeit könnt ihr euch hinsetzen, wo ihr wollt. Ihr holt euch auch gleich eure Flossen & Schnorchelausrüstung, die für den Rest des Tages euch gehört – jeder hat ein Spind-Fach, da werden sie aufbewahrt. Bei der kurzen Einweisung wird euch erzählt, was heute so ansteht und worauf ihr euch freuen könnt.

Dann geht es los aus dem Hafen von Cairns bis zu circa 60km vor Cairns ihr das Riff erreicht. Die Tourenanbieter versuchen eine Überanstrengung des Riffs zu vermeiden, indem jeder Touranbieter täglich an andere Orte fährt und man maximal zu zweit an einem Riffpunkt gleichzeitig ist und selbst dann in abgetrennten Bereichen. Die erste Fahrt war die schlimmste, es hatte echt hohe Wellen und das wurde von der Crew noch als gemäßigt bezeichnet – ich kann euch nur empfehlen so weit wie möglich an der frischen Luft zu bleiben, das hat mir echt geholfen. Mein Frühstück ist auch in meinem Magen geblieben, aber schwummrig war mir trotzdem sehr und es hat viele getroffen, dass sie seekrank geworden sind – daher nehmt die Tabletten definitiv vor Abfahrt!

Auf unserer Tour war auch eine Meersbiologin & Riff Expertin, wir konnten für 50$ extra eine Tour mit ihr buchen, wo man außerhalb der Schnorchel Area rausschwimmt und sie einem mehr Infos zum Riff erzählt und paar Sachen zeigt. Meine Tour war am ersten Schnorchelspot, ich hatte gute 20 Minuten bevor die Tour anfing, daher ging es erstmal mit Flossen & Schnorchel ins Wasser ausprobieren. Ich war das letzte Mal schnorcheln, als ich Kind war – und damals hat es gar nicht gut funktioniert – dieses Mal ging es so viel besser und es hat super viel Spaß gemacht. Man kann es nicht wirklich beschreiben, wie es ist über die Korallen hinweg zu paddeln und all die Fische & Meerestiere in echt zu sehen – am ehesten trifft es noch der alte Bildschirmschoner von Windows, wo man damals sich sein Riff selbst zusammenstellen konnte – so kann man es sich vorstellen 🙂

Die Tour mit der Meeresbiologin war super interessant, sie hat uns viel zur fortschreitenden Bleiche erzählt, einige Tiere und Organismen gezeigt und ich kann euch das nur ans Herz legen, das ist es einfach wert hierfür nochmal Geld auszugeben.

Ihr habt insgesamt gute 2,5 Stunden Zeit glaube ich beim ersten Schnorchelspot, zu dieser Zeit gibt es auch von 11:30 bis 12:30 das Mittagessen – ein Barbecue Buffet mit viel Salaten, Fleisch & Fisch und einigen Brotsorten. Die Stärkung tut auch echt gut, es ist schon echt anstrengend und geht an die Substanz. Ich war mir nicht sicher, wie viel mein Magen Verträgt, daher bin ich bei Salat, Fleisch & Brot geblieben und habe den Fisch nicht probiert.

Sobald die Crew durchsagt, dass man die Vorbereitung für die Weiterfahrt vornimmt, bin ich wieder hoch aufs freie Deck gegangen, denn sobald die Leinen losgemacht werden, hat das Schaukeln wieder so stark begonnen. Die Fahrt zum zweiten Schnorchspot hat keine 30 Minuten gedauert. Der Touranbieter bietet auch einen Heli Flug über das Riff an, das sind aber nur 10 Minuten und gehen euch von eurer zweiten Schnorcheleinheit ab – mir war es der Aufpreis von gut 100$ nicht wert, daher bin ich einfach happy durchs Wasser geschwommen und hab mir weiterhin die tolle Unterwasserwelt angeschaut – der zweite Spot war noch beeindruckender als der erste, das Riff war keine 50cm unter dem Meeresspiegel, man musste also die Bauchmuskeln anspannen, um nicht das Riff zu berühren. Die Strömung war hier viel stärker, daher auch anstrengender. Bei diesem Spot habe ich definitiv mehr Pausen machen müssen. Ich bin solange im Wasser geblieben, bis mir die Bauchmuskeln nur noch gezittert haben und ich nicht mehr konnte. Das war zum Glück eher in Richtung Ende der Schnorchelzeit, die hier vorgesehen war. Man hatte eine Schildkröte entdeckt, aber mir hat die Kraft gefehlt, nochmals in Wasser zu gehen und habe daher mein Schnorcheln für heute lieber beendet. Zurück am Schiff gibt man dann Flossen & Schnorchel final ab und hat ab da dann Freizeit. Ich habe mir eine Dose Cola und ein KitKat geholt für den schnellen Zucker um wieder zu Kräften zu kommen und etwas im Magen zu haben für die Rückfahrt.

Die Rückfahrt ist vom Wellengang her viel angenehmer als die Hinfahrt, man bekommt noch ein Complimentary Glass of Wine und es gibt Cracker & Cheese. Ich habe mich nur an die Cracker & Käse gehalten, für Wein war es mir zu flau im Magen von der ganzen Anstrengung.

Gegen 16:30 / 17:00 Uhr seid ihr wieder zurück im Hafen von Cairns und dieser tolle Ausflug geht zu Ende. Auch wenn ich selten so froh war, von einem Schiff runterzukommen, hat es mir super viel Spaß gemacht und ich kann euch den Tag nur von Herzen empfehlen. Auch der Touranbieter Down Under ist super und wir hatten eine wirklich tolle Crew, die sich super um alle gekümmert hat und versucht hat uns den besten Tag zu bescheren! Habt viel Spaß am Riff, das ist truly a once in a lifetime experience!

Tag 3: Tagesausflug nach Port Douglas &

Mossman Gorge (Daintree Rainforest)

Kaum wieder Land unter den Füßen, geht es heute Morgen schon weiter in eurem Programm, heute geht es nördlich von Cairns in den Daintree Rainforest. Am einfachsten fährt man mit einem Mietwagen, wie schon erwähnt, sind wir mit einem Mietwagen unterwegs, den wir beim Gilligans gebucht haben.

Die erste Fahrt von Cairns führt euch nach Port Douglas, einem kleinen & schönen Örtchen direkt am Meer. Auf dem Weg gibt es einen kleinen Lookout, dem Rex Lookout. Hier hat man einen super tollen Ausblick auf die Küste, der Zwischenstopp ist es definitiv wert!

Von Cairns bis nach Port Douglas fährt man ca 1h 15 Min bzw. knappe 1,5h. Port Douglas ist für seinen Markt bekannt, wir waren damals am Sonntag dort und es war recht viel los. Parken in Port Douglas ist etwas schwierig, am besten parkt man beim Coles Shopping Centre, dort gibt es eine Parkgarage und hat die einfachsten Parkmöglichkeiten. Zum Markt läuft man nicht länger als 10 Minuten, Port Douglas ist nicht allzu groß und hat viele kleine Läden, die zum Stöbern einladen.

Nach eurer Stärkung auf dem Markt (es gibt tolle Smoothie und andere Saftstände wie auch Kaffee) fahrt ihr dann weiter von Port Douglas zur Mossman Gorge. Die Fahrt dauert ca. 20 bis 30 Minuten von Port Douglas aus und dann seid ihr im Daintree Rainforest angekommen. Am Parkplatz lasst ihr euer Auto stehen, löst im Cultural Centre euer Ticket und fahrt dann mit dem Shuttle Bus von dem Cultural Centre bis zum Eingang der Wanderpfade.

Je nachdem wie viel Zeit ihr mit bringt, gibt es verschiedene Routen, die ihr Spazieren könnt:

  • River Circuit Track 400m
  • River Circuit Track + Mossman River Lookout + Rex Creek Suspension Bridge + Manjal Dimbi Lookout
  • Vorherige Wege + Rainforest Circuit Track (extra 2.4km)

Wir haben den gesamten Weg zurückgelegt, wir haben dafür circa 1,5h gebraucht. Bis auf den Rainforest Circuit Track ist die Strecke komplett flach und aufbereitet. Der Circuit Track selbst ist mehr Naturbelassen, es ist aber mit einfachen Turnschuhen locker machbar und die Natur ist es definitiv wert!

Nach unserem Rundweg und dem Shuttlebus war es schon früher Nachmittag, daher haben wir uns dagegen entschieden noch weiter in den Norden zu fahren in Richtung Cape Tribulation. Wir haben schon viel vom Rainforest gesehen auf unserem Rundweg.

Als Nachmittagsprogramm kann ich euch einen Abstecher zum Four Mile Beach empfehlen, dort kann man toll schwimmen & relaxen. Dafür fahrt ihr von der Mossman Gorge zurück in Richtung Port Douglas. Vor dem Strandabschnitt findet ihr oftmals Picknick Tische, dort haben wir ein spätes Mittagessen veranstaltet – wir hatten in Port Douglas Brot, Käse, Schicken, Chips und Dip geholt und dort zusammen gegessen, bevor wir zur Abkühlung in die Fluten gelaufen sind.

Ihr solltet eine gute Stunde vor Sonnenuntergang losfahren zurück in Richtung Cairns, denn der Weg ist recht kurvig und nicht so super ausgeleuchtet. Am Rückweg habt ihr einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang und könnt an einem der vielen Parkbuchten am Highway kurz halten und noch ein paar letzte Bilder machen bevor ihr zurück nach Cairns kommt.

Tag 4 & 5: Relaxen in Cairns

Nach den letzten 2 Action reichen Tagen steht heute und morgen mal ein bisschen relaxen an. Der Plan richtet sich nach meinem Aufenthalt in Cairns, ihr könnt natürlich nach dem Schnorcheln einen freien Tag einlegen, dann zum Daintree fahren und nochmal einen freien Tag an Tag 5 machen. Wir waren als Gruppe unterwegs, wo einige am Tag 4 schon weitergefahren sind, daher blieb uns nichts anderes übrig, als 2 Tage hintereinander Programm zu machen.

Was ihr alles in Cairns unternehmen könnt, habt ihr ja schon oben gelesen, für mich waren es 2 Arbeitstage, denn nach einem knappen Monat auf Reisen hatte ich paar E-Mails zu erledigen und musste ein paar Tage Reisetagebuch bzw. Blog schreiben nachholen.

Tag 6: Kuranda Skyrail, Koala Gardens, Scenic Train Ride

Ein weiteres Highlight in der Region von Cairns ist die Skyrail von Cairns nach Kuranda. In Kuranda gibt es ein paar schöne Märkte und die Koala Gardens, ein kleiner Zoo. Allein die Fahrt nach Kuranda ist ein Highlight – man kommt nämlich nur mit der Skyrail und einer Zugfahrt dorthin und wieder zurück.

Nun ist der Ausflug nicht gerade günstig, ein Kombiticket aus Skyrail & Scenic Train kostet zusammen 135$. Ihr solltet die Tickets ein paar Tage im Voraus buchen, denn die Tickets sind begrenzt für den Scenic Train. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass ihr mit der Skyrail hoch & runter fahrt oder mit dem Zug hin & zurück.

Ich bin mit der Skyrail hochgefahren und mit dem Zug runtergefahren. Der Zug dauert 2h und ist somit deutlich länger als die Skyrail. Insgesamt muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht von der Zugfahrt war. Die meiste Zeit war der Weg von Pflanzen überwuchert. Daher würde ich beim nächsten Mal eher mit der Skyrail hoch & runter fahren, das fand ich beeindruckender.

Wenn man in Cairns wohnt und über die Hauptwebseite bucht, so gibt es einen Shuttle von Cairns zum Skyrail Smithfield Terminal, hier wird man z.B. am Bahnhof abgeholt. Dieser hat um 08:00 auf mich gewartet und wir sind durch die Stadt gefahren, um noch andere Touristen einzusammeln. Am Skyrail Terminal angekommen werdet ihr die nächste freie Gondel nehmen können. Die Gondelfahrt ist in 3 Teilabschnitte unterteilt. Ich kann es euch empfehlen, überall auszusteigen, weil man nicht mehr zu den Stationen zurückkommt, wenn man mit dem Zug zurückfährt.

Am ersten Stopp haltet ihr am Regenwald Aussichtspunkt, dort gibt es immer wieder Führungen mit Rangern. Ich hatte Glück und bin so gekommen, dass gerade eine angefangen hat und es war sehr interessant, was er uns alles erzählt hat.

Zurück geht es in die Skyrail und weiter zum Umstiegspunkt. Hier muss jeder aussteigen und die Gondel wechseln. Hier bietet sich der kurze Spaziergang zu den Baron Falls an, der Ausblick von dieser Seite ist viel näher als der Aussichtspunkt vom Zug aus.

Hat man sich satt gesehen an den Wasserfällen, geht es zurück zu den Gondeln und ihr fahrt den letzten Abschnitt bis nach Kuranda.

Zwar kann man in Kuranda hauptsächlich shoppen gehen in den ganzen kleinen Märkten und Läden, aber es gibt auch 3 verschiedene Zoos. Ich hatte mich für die Koala Gardens entschieden, da ich noch keinen Koala in Live gesehen habe und es hier Koalas gibt.

Das Ticket habe ich vorher online gekauft, man kann sie auch vor Ort kaufen. Der Preis mit 21$ ist wirklich fair, denn es gibt nicht nur Koalas dort. Man kann noch Packages buchen, u.a. für die 3 anderen Zoos oder für Koala Experiences. Hier möchte ich euch von Herzen von den Koala Experiences abraten. Die Koala Gardens bieten Bilder mit ihnen an: Einmal, wo ihr den Koala halten dürft und einmal, wo man ihn berühren darf. Zwar ist dies bestimmt super süß, aber bitte verzichtet darauf.

In meiner Zeit auf der Koala Station habe ich gelernt und selbst miterlebt, wie sehr es gegen die Natur der Tiere ist, menschlichen Kontakt zu haben. Hier ein Beispiel: um die Koalas zu wiegen, um ihren Fortschritt zu überprüfen, müssen wir sie aus ihrem Gehege in einem Transportkäfig befördern. Allein das Anfassen von uns an ihrem Fell und sie hochzuheben versetzt den Koala in so eine Stresssituation und er wehrt sich und schreit – Koalas sind normalerweise komplett ruhig, aber in Stresssituationen hört man Geräusche. Wenn allein dieses Anfassen sie so stresst, dann könnt ihr euch vorstellen, wie sehr das herum gereicht werden von Person zu Person für die Bilder den Koala stresst. Sie sind immerhin wilde Tiere und sollten nicht domestiziert werden. Mehr als euch zu bitten kann ich nicht.

Folgende Tiere könnt ihr in den Koala Gardens beobachten: Quokkas, Wallabies, Wombats, Lizards, Pythons, Crocs, Schildkrötöen und natürlich Koalas. Die Koalas sitzen hier nicht hinter Glas und man kann sie einfach schön beobachten – hier habe ich viel Zeit verbracht. Eine Attraktion der Koala Gardens ist auch das Füttern der Wallabies & Kängurus- man kann sich Futter nehmen und wenn man Glück hat, dann fressen sie einem aus der Hand – dieses Glück hatte ich und gehört zu einer meiner liebsten Erfahrungen hier.

Das Gelände ist nicht groß und man braucht nicht länger als 1,5h vor Ort, aber diese Zeit ist wirklich sehr gut investiert. Die Züge zurück gehen um 14:30 und 15:30 – es bleibt euch also noch etwas Zeit in Kuranda bevor die Züge zurück losfahren.

Entweder holt ihr euch Lunch to Go in Kuranda und esst es im Zug oder ihr esst noch in Kuranda. Auf dem Weg der Zugfahrt haltet ihr nochmals an den Baron Falls und habt hier eine weitere Möglichkeit und einen neuen Ausblick auf sie. Der Rest der Zugfahrt dauert noch gute 1,5h und führt euch den Berg herunter. Teilweise hat man sehr schöne Ausblicke und ihr könnt die Zeit ganz entspannt genießen. Am Ende kommt ihr in Cairns am Bahnhof an, der ist hinter dem Cairns Central Shopping Centre.

Tag 7: Fitzroy Island

Heute geht es auf die Paradies Insel – so sieht es zumindest auf allen Flyern aus, die man von Fitzroy Island sieht: Grüner Regenwald, ein Resort mit Pool, ein weißer Sandstrand mit einem Pier, der auf türkisblauem Meer gebaut worden ist.

Die Strecke von Cairns nach Fitzroy Island fahrt ihr mit einem Boot der verschiedensten Anbieter. Man fährt nicht länger als eine Stunde, die Fähren legen 3 x am Tag ab Cairns ab, z.B. 08:00 am, 11:00am und 01:30pm – ich bin mit der ersten Fähre gefahren. Man bekommt vor Ort Flossen & Schnorchel für 30$, die Fahrt hin & zurück kostet 60$ (gebucht über Bookme). Die Überfahrt ist nicht so wellig wie zum Schnorcheln, das war gut auszuhalten.

Vor Ort angekommen habe ich mir erstmal Flossen & Schnorchel geholt und bin zum Strand gegangen. Hier kann man super vor Ort am Strand schnorcheln, man schwimmt nicht weiter als ein paar Meter und schnorchelt über einen tollen Riffabschnitt – hier habe ich dann eine Schildkröte gesehen und bin eine Weile mit ihr geschwommen, so eine tolle Erfahrung! Leider sieht man hier mehr Riff-Bleiche als am Riff draußen, weil hier mehr Leute unterwegs sind an immer den gleichen Abschnitten. Nach einer Weile war ich kaputt und habe es mir am Strand gemütlich gemacht.

Es war leider sehr windig an dem Tag und hat dann auch noch angefangen zu regnen, daher habe ich mein Zeug gepackt und bin zurück in Richtung Resort gegangen. Hier habe ich meine Ausrüstung zurückgegeben, es sieht nicht aus, als würde es bald aufhören und ich wollte noch eine der Wanderungen auf der Insel machen.

Es gibt verschiedene Wanderungen auf der Insel:

  • Spaziergang zum Nudey Beach (45Min)
  • Secret Garden Walk (25Min)
  • Lighthouse Track (1,5h)
  • Summit Track (2,5h)

Der Weg zum Lighthouse und Summit beginnt zusammen vom Resort aus und ihr wendet euch nach links zum linken Ende der Insel. Der Weg ist sehr schnell sehr steil und durch den Regen war es auch sehr rutschig – man braucht so oder so definitiv Turnschuhe für den Weg. Sobald man den ersten steilen Abschnitt hinter sich hat, hat man den ersten tollen Ausblick auf die Küste & das offene Meer. Am Kreuzungspunkt vom Lighthouse Track und Summit Track habe ich mich für den Summit Track entschieden, aber der Weg war sehr überwuchert und mit dem einsetzenden Regen auch extrem rutschig – daher habe ich mich dagegen entschieden weiterzugehen und bin wieder umgedreht in Richtung Resort, da ich die frühere Fähre zurücknehmen wollte. Es war mir zu regnerisch und windig, um die anderen Wege zu gehen – sie sind bestimmt super toll und an trockenen Tagen macht es auch bestimmt viel Spaß 🙂

Mein Fähranbieter war flexibel und hat akzeptiert, wenn man mit der früheren Fähre zurückfahren wollte und ich war nicht die einzige, die früher gefahren ist. Insgesamt ist Fitzroy Island ein toller Tagesausflug und wenn man keinen Schnorchel-Tag am Great Barrier Reef verbringen möchte, so ist die Insel eine tolle Alternative, um trotzdem schnorcheln zu gehen und das Riff zu sehen.

Tag 8: Abreise aus Cairns

Eine Woche in Cairns mit den Ausflügen ist schnell verflogen, ihr könnt natürlich noch mehr Ausflüge und Erlebnisse hier machen. Es gibt noch mehrere Ausflüge ins Hinterland oder Cairns bietet sich auch gut für Skydiving an – da ich allerdings noch einige Monate reisen werde, habe ich mich dagegen entschieden und mein Geld gespart. Auch so war meine Woche hier eine der teuersten Wochen bisher auf der Reise aber sie war es definitiv wert.

Von Cairns aus weiter kann man entweder innerhalb von Australien weiterfliegen, für viele ist Cairns auch Endstation auf ihrer Reise und es geht zurück nach Europa.

Für wieder andere so wie mich, geht hier das Abenteuer Ostküste erst so richtig los, ich nehme von hier aus den Greyhound Bus in Richtung Mission Beach. Die Busse fahren beim Cairns Bahnhof ab, also hinter dem Cairns Central Shopping Centre – es bietet sich also an nochmal sich im Shopping Centre Proviant zu besorgen und los geht die Busfahrt!

Ich hoffe, euch hiermit Geschmack auf eine Abenteuer Woche in Cairns gemacht zu haben und wünsche euch schon mal viel Spaß beim Träumen vom Schnorcheln, Koalas, Gondelfahrten und Paradies Inseln bis ihr endlich dort seid – ihr werdet eure Zeit hier lieben! 🙂

Wenn euch interessiert, was ich so während meiner Reise down the Eastcoast erlebe, dann bleibt gespannt auf die kommenden Blogeinträge, ich nehme euch mit die Ostküste entlang in Richtung Süden!

Alle Bilder & Videos vom Schnorcheln am Great Barrier Reef wurden von meiner Freundin Ceci gemacht und sind mit ihrem vorherigen Einverständnis hier hochgeladen.

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