2 Days in Surfers Paradise

Surfers Paradise

Zugegeben, als ich den Namen Surfers Paradise auf der Greyhound Map gesehen hatte, habe ich mir etwas mehr vorgestellt, als der Ort dann wirklich war – ich hatte einen langen Strand mit tollen Buchten, vielen Surfern & ein paar Cafés am Küstenrand erwartet – doch die Beschreibung passt besser zu Byron Bay als zu Surfers Paradise.

Surfers Paradise ist eine der am weitesten entwickelsten Touristenstädte an der Gold Coast – generell unterscheiden sich Sunshine Coast & Gold Coast doch sehr! Ist die Sunshine Coast sehr relaxed, hat mehr ein Kleinstadtfeeling und sehr naturbelassen, so ist die Gold Coast verbaut mit Hochhäusern & Wolkenkratzern und Strand direkt nebenan. Auch finden sich hier mehr Touristen Attraktionen wie Amusement Parks, viele größere Hotels und große Restaurant & Bar Szenen – so ganz anders als die fast schon verschlafene Sunshine Coast im direkten Vergleich.

Von den Backpackern hört man meist: entweder mag man Surfers Paradise oder man hasst es – und das kann ich mir durchaus vorstellen. Wer nach Natur Ausschau hält, seine Ruhe haben will & mit ein paar anderen Reisen am Strand chillen will, der ist an der Sunshine Coast oder im Nahe gelegenen Byron Bay besser aufgehoben. Wem nach ein bisschen Stadt Feeling, vielen Hotels, entwickelter Infrastruktur, verschiedensten Restaurants & Bars ist, der findet Surfers Paradise gut.

Der Greyhound Bus Stop findet sich schon fast direkt im Stadtzentrum, fast direkt um die Ecke findet ihr das Bunk Hostel – hier habe ich auf Empfehlung geschlafen & kann es auch nur weiterempfehlen! Der Aufzug ist zwar kaputt & wird nicht zu schnell repariert, aber bei eurer Ankunft lässt euch das Rezeptionsteam mit dem Hotelaufzug von nebenan in euer Stockwerk, also müsst ihr nicht mit eurem Rucksack oder Koffer die Stufen hochlaufen. Die Zimmer sind sauber, das Bad klein, aber vollkommen in Ordnung und die Betten im 4er Zimmer interessant aufgebaut: 2 Betten schauen sich in der Mitte an, die anderen gehen in Richtung Badezimmerwand oder Balkonfenster – man hat hier also etwas Privatsphäre! Der Balkon ist winzig, aber man kann das Handtuch mal raushängen & frische Luft ins Zimmer lassen – was will man im Hostelzimmer auch mehr 😉

Allzu viel gibt es in Surfers Paradise nun wirklich nicht zu tun, wenn man auf die Amusement Parks verzichten will (Seaworld, Disney/Warner Bros, etc.) – und das wird ein jeder Backpacker, die Tickets mit um die 100$ mind. sind einfach zu teuer. Man kann hier natürlich Surfen lernen, surfen oder schwimmen gehen im Meer, es gibt eine Aussichtsplattform & man hat eine super lange Küste direkt vor der Haustüre.

Ich würde so aus Brisbane wegfahren, dass man gegen frühen Nachmittag losfährt, dann ist man am späten Nachmittag in Surfers Paradise (die Fahrt dauert nur so 1,5h). So kann man noch gemütlich ins gegenüber liegende Shopping Centre schauen, hier gibt es einen Woolies direkt zum Einkaufen & Kochen – selbst kochen lohnt sich im Bunk Hostel, die Küche ist groß und sehr gut ausgestattet, ihr werdet vielen Reisenden in der Küche begegnen & man isst dann einfach zusammen – sehr gemütlich & genial um Leute kennenzulernen & Geld zu sparen.

Ansonsten bietet euch der Ort auch viele Möglichkeiten für Fast Food oder zum Essen gehen, sobald ein Hostel eine gute Küche hat, ziehe ich allerdings dort kochen einfach vor – ist meistens günstiger & man weiß, was man isst 🙂

Ich würde euch 2 Tage in Surfers Paradise empfehlen, dann habt ihr einen vollen Tag & fahrt am besten gegen Mittag dann weiter in Richtung Byron Bay weiter mit dem Greyhound Bus oder in Richtung Brisbane nach Norden.

Euren ganzen Tag beginnt ihr entspannt im Hostel mit einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse, morgens ist es noch super angenehm & noch nicht so extrem heiß & sonnig – einmal durchatmen hach ist das schön!

Für heute kann ich euch eine kleine Fahrradtour empfehlen. Hier gibt es überall Lime E-Bikes zum Ausleihen, damit lässt es sich super die Umgebung erkunden. Ihr solltet einen der Pässe kaufen, wir haben uns damals für einen Pass mit 180 Minuten entschieden – so viele braucht man nicht, aber man kann sie auch woanders weiter nutzen für E-Scooter oder E-Bikes und man spart sich im Vergleich zum Minutenpreis extrem viel Geld.

Habt ihr das Bike entsperrt & euren Helm angezogen (Achtung in Queensland herrscht Helmpflicht & man zahlt sehr hohe Strafen, wenn man ohne erwischt wird), dann könnt ihr von Surfers Paradise zum ‚The Spit‘ fahren – man braucht für einen Weg circa 40-45 Minuten mit ein paar Fotospots along the way. Man kann durch die Dünen fahren (Achtung, zwischendurch fährt man durch den Sand & muss das schwere E-Bike auch mal schieben), so ist man immer direkt neben dem Meer & hat tolle Ausblicke oder den kurzen Weg an der Straße entlang nehmen, dann braucht man auch nur so 30 Minuten – fahrt hinaus am besten durch die Dünen & zurück über die Straße.

The Spit ist ein kleiner Weg zu einem Leuchtturm, hier kann man auch mit dem Auto hinkommen, entsprechend viel ist auch hier los, aber die Aussicht wirklich toll – man sieht links in Richtung Brisbane die Küste auf ihre natürliche Weise und nach rechts sieht man die Skyline von Surfers Paradise – wirklich hübsch!

Zurück mit dem E-Bike seid ihr entspannt auch nach insgesamt 2h zurück in Surfers Paradise & könnt euch mit einem Mittagessen to Go belohnen – entweder mit eurem Lunch vom Hostel oder ihr nutzt eine der Fast Food Optionen vor Ort.

Ganz wichtig: das Eis nach dem fleißigen Radfahren nicht vergessen! Hier gibt es einen Messina Eisladen, neben den Standard Eissorten erfinden sie immer wieder flexible & eigene Kreationen mit hauptsächlich Schokolade als Grundlage – einfach yummy! Der teure Preis ist es einfach wert & das Anstehen in der Schlange auch! Verputzen kann man das Eis am allerbesten am nahe gelengenen Strand, gegen frühen Nachmittag hat man hier dann auch durch die Hochhäuser Schatten am Strand, wird also nicht komplett gebraten, wenn man es sich hier gemütlich macht!

Leckeres Eis ist immer die beste Belohnung!

Abrunden könnt ihr euren Radausflug mit einem kleinen Spaziergang entlang der Strandpromenade von Surfers Paradise & einem Abstecher zum Fluss – das Städtchen ist nicht groß, aber es ist es wert, mal durchzuschlendern, es gibt auch ein paar Läden außerhalb dem Shopping Centre zum Stöbern 😉

An eurem letzten Morgen geht es auf die Aussichtsplattform ‚Skypoint‘ – mit dem Aufzug geht es hoch hinaus in einem der aktuell noch höchsten Skyscraper der Stadt – man kommt hier easy zu Fuß hin! Man kann oben auch frühstücken gehen oder einen Kaffee trinken, aber alleine die Aussicht ist einfach super, man sieht Surfers Paradise, das Meer & die Umgebung – bei gutem Wetter einfach ein Traum! Länger als eine Stunde ist man nicht beschäftigt, also hat man vor der Bus Abfahrt noch ein bisschen Zeit für einen letzten Spaziergang zum Strand, vielleicht gibt es noch ein Abschiedseis bevor es für euch weitergeht? 🙂

Eine Antwort zu „2 Days in Surfers Paradise“

  1. Avatar von Hannelore und Klaus
    Hannelore und Klaus

    Bericht hat mir gut gefallen und macht den Unterschied zwischen Surfers Paradise und Bayron Bay sehr deutlich.

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