Roadtrip Gold Coast über Sydney nach Melbourne

Was für ein Roadtrip! Von der Gold Coast nach Melbourne sind es auf direktem Wege 1.705 Kilometer – alleine das ist schon viel zum Fahren ohne verschiedene Zwischenstopps. Das ganze in 2,5 Wochen zurückzulegen ist natürlich etwas übertrieben und etwas anstrengend, nur blieb uns keine andere Möglichkeit, da wir feste Termine an der Gold Coast wie auch in Melbourne hatten. Man kann ganz leicht mehr Zeit hier unterwegs zu verbringen, ich möchte euch auf unsere Zwischenstopps mitnehmen, damit ihr selbst entscheiden könnt, wie viel Zeit ihr wo verbringen wollt bzw. was eure Planung hergibt. Die Gold Coast heißt hier für mich Surfers Paradise/Main Beach. Da wir bereits die Gegend zwischen Gold Coast & Byron Bay sehr viel bereist sind, lasse ich diese Stopps hier aus – dafür gibt es dann einen anderen Blogpost 🙂

Die Distanzen & reine Fahrtzeiten lt. Google Maps findet ihr zunächst hier, Achtung wir haben meist gute 30 Minuten länger gebraucht bei den langen Strecken, da wir nur im Schnitt 85-90 Km/h fahren mit unserem Van. Das sollte man also noch mit einrechnen!

  • Main Beach – Yamba: 211km // 3h
  • Yamba – Coffs Harbour: 133km // 1:30h
  • Coffs Harbour – Port Macquarie: 156km // 1:45h
  • Port Macquarie – Newcastle: 244km // 2:45h
  • Newcastle – Blue Mountains: 200km // 2:15h
  • Blue Mountains – Sydney: 62km // 0:50h
  • Sydney – Canberra: 290km // 3:00h
  • Canberra – Snowy Mountains: 220km // 2:40h
  • Snowy Mountains – Merimbula: 212km // 2:45h
  • Merimbula – Eden: 26km // 0:30h
  • Eden – Lakes Entrance: 240km // 2:45h
  • Lakes Entrance – Port Albert: 185km // 2:15h
  • Port Albert – Mornington: 190km // 2:30h
  • Mornington – Melbourne: 70km // 1:00h
  • Gesamt: 2.450km

Nach dem lebhaften Surfers Paradise ist es heute Zeit, Abschied zu nehmen und in Richtung Süden aufzubrechen. Wer noch nicht in der Area zwischen Surfers Paradise + Byron Bay war, der sollte circa 5 Tage noch extra maximal einplanen. Zwischenstopps wären hier wie folgt, z.B. Tweed Heads für 1 Nacht, 1 Nacht in der Gegend von Kingscliff/Cabarita Beach. Bei Cabarita Beach gibt es einen guten Park4Night Spot im Ort und man kann Wale beobachten, wenn gerade Saison ist. 1 Nacht verbringt ihr in Pottsville, die letzten 2 Nächte verbringt ihr dann in Byron Bay. Mehr Informationen dazu findet ihr in einem separaten Blogeintrag, da man hier in der Gegend viel unternehmen kann!

Für diesen Blogeintrag nehme ich daher diese Gegend raus, die Fahrt von Surfers Paradise bis nach Yamba ist 211km bzw. circa 3h lang. In Yamba gibt es einen schönen Campingplatz direkt am Fluss gelegen, von hier kann man entlang des Strandes spazieren gehen und mit etwas Glück sieht man hier auch ein paar Delfine in der Bucht! 🙂

Abgesehen hiervon kann man hier gut schwimmen gehen, es gibt ein kleines Einkaufszentrum mit einem Coles für die Lebensmittel und man kann es sich richtig gemütlich machen für eine Nacht. Achtung vor ‚Midgies‘: das sind kleine Fliegen, die einen gerne mal beißen, also am besten gutes Anti-Mücken-Spray dabei haben und die Stiche gleich eincremen – sind genauso nervig wie Mosquito Bites 🙂

Campground: Calypso Yamba Holiday Park,
(Preis Unpowered Site: 47$ (vor buchen empfohlen, haben den letzten Platz vor Ort im November erhalten bei Check In))

Nach einer erholsamen Nacht geht es heute weiter von Yamba nach Coffs Harbour. Coffs Harbour kann man entweder 1 oder aber auch gut 2 Nächte bleiben, man kann hier super schwimmen gehen und hinter dem Hafen wartet eine kleine Halbinsel auf euch: Muttonbird Island Nature Reserve – hier kann man ganz leicht mit jeglichem Schuhwerk hochlaufen, wenn man sich umdreht, eröffnet sich ein toller Ausblick auf die Halbinsel & alle Buchten. Oben kann man über das Plateau laufen, am Ende wieder einen kleinen Abstieg und man steht direkt vor der Brandung und gefühlt dem Ende der Welt, man sieht nur noch Meer & Horizont!

Campground: Am besten Park4Night nutzen (am Marina Drive gibt es Public Toilets und einen Parkplatz – ob dieser Campen erlaubt bin ich mir aber nicht sicher)

Auch heute ist die Fahrstrecke ziemlich kurz, es geht keine 2h weiter bis Port Macquarie. Hier kann man so einiges machen: Besuch des Koala Sanctuary, Besuch des Sea Acres Conservation Centers mit dem Rainforest Boardwalk, Schwimmen, Chillen und gut Fish & Chips essen 😀

Das Koala Conservation Hospital Port Macquarie ist eines der besseren Sanctuaries – in New South Wales ist Koala Knuddeln & damit Bilder machen zum Glück verboten wie auch hier. Da wir allerdings schon nah an Koalas bei meiner Freiwilligenarbeit waren, haben wir entschieden, wir werden das nicht brauchen.

Dafür haben wir uns für den Besuch des Sea Acres Convservation Centers mit em Rainforest Boardwalks entschieden. Hier läuft man auf ein paar hundert Metern auf einem befestigtem Holzweg quer durch den Regenwald, hat tolle Blicke in die Natur und kann hier Wildtieren begegnen – zwar nicht so beeindruckend wie der Tree Top Walk in Western Australia, aber trotzdem sehr zu empfehlen! Außerdem gibt es hier einen süßen Gift Shop + ein nettes Café. Beides haben wir besucht und waren wirklich begeistert! Die heiße Schoki + der Mocha vom Café sind super – viele haben auch hier einfach gefrühstückt, dafür hatten wir aber keine Zeit, da wir den Boardwalk am nächsten Morgen gemacht haben.

Ich würde sagen man kann auch hier gut & gerne 2 Nächte verbringen, wenn man die Zeit hat. Ansonsten entscheidet man sich einfach zwischen Koalas + Regenwald und kommt so nicht in Stress.

Direkt im ‚Zentrum‘ gibt es einen Fish & Chips Place: Off the Hook Fish & Chips, wir haben hier das Fish & Chips für 2 Personen mit 2 verschiedenen Fischsorten für keine 20$ bekommen mit frischen Fries – wir waren mehr als satt! Hier ist abends echt viel los und sie haben nur bis 19:30 offen, also am besten frühzeitig da sein!

Die Wartezeit vertreibt man sich am besten mit einer Kugel Eis vom Baskin Roberts Eisladen direkt nebenan – klingt vielleicht komisch Nachtisch vom Hauptgericht zu essen, aber es war definitiv gut! 🙂

Campground: Park4Night Plaza Car Park
(mit öffentlichen Toiletten, nachts geschlossen, auch andere Camper vor Ort)

Nur noch 1 Nacht und man ist in Sydney! Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Also ist es heute noch einmal Zeit die Natur komplett zu genießen! Wir haben uns Newcastle komplett gespart, denn mit Campgrounds (zumindest kostenlosen) war es hier echt schwierig. Wir sind daher gleich in die komplette Natur gefahren.

Es gibt über Wikicamps ein paar Campingplätze, wo man komplett in der Natur sein kann – man muss aber dafür gemacht sein, denn außer einem Plumpsklo und Wald gibt es hier nichts! Außerdem fährt man hier einige Kilometer Schotterstraße am Ende und hat so gut wie gar kein Netz.

Wer also Bock auf 100% Natur hat, der sollte einen der folgenden auswählen, Campgrounds:

  • Casuarina Camping Area (dort haben wir geschlafen & waren mit einem weiteren Wohnwagen alleine)
  • Turpentine Camping Area
  • Olney HQ Camp Ground
  • The Pines Campground

Zwar habe ich vorher geschrieben, man ist einen Tag vor Sydney, aber wir haben uns entschieden erst in die Blue Mountains zu fahren, bevor es nach Sydney in die Stadt gehen soll.

Wenn ihr Maut vermeiden in Google Maps eingebt, steht euch eine sehr stopp-intensive bzw. Ampelintensive Fahrt quer durch die Vororte/äußeren Bezirke von Sydney bevor. Aber die Fahrt ist es wert, denn man zahlt ganz schön ordentlich Maut hier! Bevor man in die Blue Mountains reinfährt, gibt es ein Infozentrum, hier solltet ihr halten, man bekommt eine schöne Karte für das gesamte Gelände und es hat die schönsten bzw. einzigen Postkarten, die ich in den Blue Mountains gefunden habe – für Postkarten Fans also ein Must Stopp – ich wollte keine kaufen ohne zu wissen, was wir sehen, aber im Nachhinein ärgere ich mich, da ich vor Ort keine mehr gefunden habe.

Für die erste Nacht in den Blue Mountains haben wir in Katoomba geschlafen, das liegt am Anfang von den Blue Mountains. Davor solltet ihr unbedingt an den Wentworth Falls abbiegen und diese besuchen. Die angeschriebene Stunde bis hinunter zu den Falls + zurück ist definitiv sehr wohlwollend bemessen, man ist schneller unten & wieder oben am Parkplatz. Der Weg ist eine Art Wanderweg mit einigen Stufen, aber die Aussicht ist es definitiv wert – man kann direkt nach unten laufen zu den Falls und hat eine tolle Aussicht auf das Tal!

In Katoomba selbst gibt es einen netten kleinen Campingplatz, hier haben wir auch geschlafen, es gibt gute Duschen. Achtung generell wird es in den Blue Mountains selbst Mitte Frühling in November echt brutal kalt & nebelig – also warme Klamotten nicht vergessen & eine Kuscheldecke! Katoomba selbst ist nicht so groß, wir waren zu erledigt, um am Nachmittag nach den Falls noch viel zu unternehmen.

Campground: StayKCC Campground, 1 Nacht unpowered (im Voraus online buchen, freie Platzwahl, am frühen Abend wird es ziemlich voll, also am besten frühzeitig hier sein)

Heute ist es Zeit die Wanderschuhe rauszuziehen (Turnschuhe tun es notfalls auch, aber man ist viel unterwegs heute, also sind Wanderschuhe wahrscheinlich bequemer) und gemütliche Wanderklamotten und die Gegend erkunden!

Gestartet wird an den Katoomba Falls, hier bleibt das Auto/Van den ganzen Tag stehen, ab hier kann man zu Fuß an den Klippen entlang laufen. Die Aussicht auf das beeindruckende Tal eröffnet sich zunächst am Orphan Rock Lookout, bevor man weiterläuft zu den Katoomba Falls. Die Katoomba Falls selbst sind ganz süß wie auch der Duke and Duchess of York Lookout.

Nach kurzer Zeit kommt man zum Three Sisters Walk – das kennt wohl jeder am ehesten, wenn man von den Blue Mountains schon mal gehört hat. Am besten nutzt ihr die Viewing Plattform – man kann auch hinunterlaufen, aber der Access dazu ist aktuell gesperrt. Hinter den Three Sisters beginnt eine der berüchtigten Staircases – mit diesen kommt man nach unten ins Tal. Wenn man diesen Weg vor hat, sollte man wirklich gut ausgerüstet sein, vorher checken ob alle Strecken unten auch auf sind und gerne sehr steile Treppenstufen runter & hochlaufen mögen! Im November war bei uns z.B. ein Teil des Trails unten gesperrt und wir hatten keine Lust auf die Treppen – wenn man oben an den Klippen bleibt, hat man auch tolle Ausblicke, keine Sorge! 🙂

Wer für heute genug hat, der dreht an den Three Sisters um – man kann aber auch noch weiterlaufen bis zu den Leura Falls. Man kommt unterwegs noch am Bridal Veil Lookout vorbei – unbedingt die paar Meter Umweg in Kauf nehmen, es lohnt sich! Hinter den Leura Falls geht es weiter, man kommt hier an einer kleinen Steinmauer am Fluss vorbei – die lt. Google Maps & Schildern vorhandenen Picknickbänke gibt es aktuell nicht – aber man kann es sich ganz gut gemütlich machen auf der Steinbank und den Blick auf’s Wasser genießen.

Wir waren danach ziemlich kaputt und haben uns für den kurzen Weg durch die Stadt zurück entschieden zu den Katoomba Falls, der war nur 40 Minuten weit und war dann genau richtig für unsere kaputten Füße!

Zurück am Auto/Van geht es weiter, die Fahrt ist kurz bis nach Blackheath sind es keine 20 Minuten fahren. Der Ort selbst ist süß & klein, hat ein paar tolle kleine Cafés, Antiquitäten- und Süßigkeiten Laden und noch ein paar weitere nette Läden. Die eigentliche Attraktion ist aber hinter dem Ort gelegen: der Evans Lookout – hier hat man spektakuläre Ausblicke auf das Tal auf der anderen Seite im Gegensatz zu heute morgen.

Wer länger in den Blue Mountains bleibt, kann hier die Canyon Wanderung machen – nochmal 4h Wandern war uns aber zu anstrengend 🙂

Eine letzte Fahrt führt von Blackheath zum Mount York, hier gibt es einen tollen Freecamp, den wir euch nur empfehlen können für die Nacht, hier ist immer gut etwas los 🙂

Campground: Mount York Campground, kostenlose unpowered Sites (frühzeitig ankommen ist auch hier geboten, die Toiletten sind ca. 4 Minuten Fußweg in Richtung des Mount York Lookouts – ein toller Freecamp!)

Heute gibt es Großstadtfeeling pur in der Metropole 😉 Kleiner Fun Fact nebenbei: Sydney & Melbourne konnten sich nicht einigen, wer die Hauptstadt von Australien sein darf, daher hat man Canberra in der ungefähren Mitte gewählt. Da wir bei Freunden übernachtet haben, kann ich euch keinen Campground empfehlen, aber wenn nicht notwendig, dann fahrt auf keinen Fall ins Stadtzentrum von Sydney mit Auto oder Camper/Van – es macht einfach keinen Spaß, sondern campt außerhalb und fahrt mit den Öffis rein.

Heute am Nachmittag macht ihr es euch entweder am Campground schon mal gemütlich, fahrt an den Bondi Beach oder erkundet schon ein wenig die Stadt.

Sydney kann man gut & gerne eine ganze Woche bleiben und ist wohl immer noch nicht fertig. Wir waren hier 3 volle Tage – für Sydney folgt auch noch ein separater Plan, hier nur ein grober Plan, was man in diesen 3 Tagen unternehmen kann

  • Tag 8: Laufe über die Sydney Harbour Bridge in die Stadt, Erkundung des Viertels ‚The Rocks‘, am Nachmittag Bridge Climb, Tag beenden mit einem Spaziergang vom Opernhaus bis aufs andere Ufer der Harbour Bridge & Blick auf die Skyline im Sonnenuntergang/Dämmerung
  • Tag 9: Erkundung des Viertels Darling Harbour, Fahrt den Fernsehturm hoch & geht shoppen im Central Business Distrikt (CBD/Innenstadt)
  • Tag 10: zum Sydney Opera House laufen, von hier in Richtung Botanischer Garten, durch den Park laufen bis zur Saint Mary’s Cathedral, im CBD im Westfield Sydney Einkaufszentrum im Food Court sich etwas zu Mittagessen holen zurück in Richtung Rocks laufen (wenn hier Markt ist, dann diesen mitnehmen)

Heute geht es von der Metropole schlechthin in die Kleinstadt bzw. Regierungsstadt von Australien. Man kann in Canberra nicht campen, daher muss man außerhalb schlafen.

Canberra selbst hat man in einem 1/2 Tag gesehen, so riesig ist es nicht 🙂 Wir haben uns entschieden lieber auf unserem Camp nachmittags zu chillen und am nächsten Tag nach Canberra reinzufahren als hin & herzufahren.

Die Fahrt von Sydney raus ist anstrengend genug, auf dem Weg haben wir einen Fruchtstand in einer Parkbucht gesehen und haben uns hier einen Korb mit Früchten für 35$ geholt – davon haben wir eine gute Woche + mehr gegessen. Wenn ihr so etwas seht, solltet ihr das definitiv mitnehmen – die Qualität ist meist echt gut & es lohnt sich im Gegensatz zum Supermarkt so viel mehr!

Campground: Gundaroo Park, 1 Nacht Unpowered auf Spendenbasis mit heißer Dusche (wir haben damals 10$ für 1 Nacht gespendet – zahlen kann man per Überweisung oder im Ort, vorher den Eigentümer kontaktieren, ob noch Platz ist – war bei uns im November aber kein Problem)

Von Gundaroo fährt man circa eine 1 Stunde bis in die Stadt rein, parkt hier am besten auf dem großen Parkplatz direkt bei der Australian Public Library – schön zentral, aber auch nichts günstiges! Aber für den einen Tag kann man es sich leisten – außerdem ist der Platz groß und dadurch mit einem Van leicht zu parken 🙂

Euren Rundgang beginnt ihr vom Parkplatz aus zum alten Parliamentsgebäude, lasst dies links liegen und geht den Hügel hinauf auf den Parliament Hill. Hier steht das neue Parlamentsgebäude, Eintritt ist kostenlos und es gibt auch Führungen. Wir haben uns dazu entschieden, das Gebäude selbst zu erkunden – sie haben in einem Raum das Gebäude aus Lego nachgebaut, so süß! Vom Parlament aus geht ihr den Hügel wieder hinunter, überquert die Brücke und lauft so ins CBD von Canberra – was nun wirklich nicht groß ist. Man kann hier ein bisschen durch die Läden ziehen, am besten mit einer Eiskugel in der Hand, und wieder zurück in Richtung Wasser laufen. Zum Abschluss macht man noch einen Abstecher in die Australian Public Library, auch hier ist der Eintritt kostenlos und wer kann schon behaupten in der National Library gewesen zu sein? 😉

Abends fahrt ihr dann wieder aus Canberra heraus zum nächsten Campground, der dann schon in Richtung der Snowy Mountains liegt, auch hier liegt nochmal circa 1h Fahrt vor euch.

Campground: Hinterhof vom Bredo Inn Hotel gegen einen Drink an der Bar oder ein Essen, wie wir es gemacht haben (für 5$ kann man auch heiß duschen vor Ort)

Ein neuer Tag, eine neue Wanderung! Die Wanderung in den Blue Mountains ist nun gut verkraftet und der Muskelkater vom Spazieren gehen in Sydney sollte auch weg sein, also ist es Zeit für die nächste Wanderung!

Von Bredbo fahrt ihr nach Cooma – einem kleinen Ort, wo man in der Tourist Information noch ein paar mehr Infos zu den Wanderungen bekommt, es gibt einen Coles zum Einkaufen & leistbare Tankstellen. Daher eignet sich der Ort gut um die Lebensmittel für die Sandwiches to Go während der Wanderung zu kaufen.

Von Cooma geht es weiter nach Jindabyne – einem total süßen szenischem Ort direkt am See gelegen – hier gibt es auch einen Wassertab mit Trinkwasser, wer sein Wasser auffüllen muss 😉

Von Jindabyne ist es nicht mehr weit bis in die Snowy Mountains, man fährt bis zum Charlotte Pass, vorher kauft man sich einen 24h Nationalpark Pass – die 24h sollte man auch einhalten, da man heute im Nationalpark schläft und das von den Rangern auch kontrolliert, dass der Pass noch gültig ist! Am Charlotte Pass angekommen, wird der Wanderrucksack gepackt, die Wanderschuhe geschnürt und los geht es auf den höchsten Berg von Australiens: Mount Kosciuszko. Es gibt für Faule auch einen Sessellift, aber die Preise sind so unerhöht und für Deutsche/Österreicher, die Hügelwandern gewöhnt sind, wird die Wanderung nicht schwierig werden.

Die Wanderung klingt erstmal lang mit einer Gehzeit von 6-8h auf 10km, aber es ist wirklich nicht allzu schwer zu laufen. Es geht ganz leicht auf super ausgebauten Wegen bergauf, es fühlt sich aber mehr wie spazieren gehen an als richtig wandern. Circa 45 Minuten vor dem Gipfel trifft man dann auf einmal auf alle Sessellift Fahrer, die Ruhe ist damit leider vorbei und es wird definitiv voller 😦 Aber es verläuft sich ganz gut, das letzte Stück ist dann mittelmäßig schwer, aber immer noch super ausgebaut und auch machbar! Oben angekommen genießt man die absolut geniale Aussicht auf die umliegenden Berge, kann seine Sandwiches im Gras essen und genießt die frische Bergluft!

Hinunter läuft man denselben Weg, auf dem Weg zurück wird es dann doch langsam anstrengend, einfach weil man schon so viel am Laufen ist und sich das in den Muskeln bemerkbar macht, ansonsten ist man nicht zu verschwitzt nach diesem Tag.

Übernachten kann man in einem der kostenlosen Freecamps in der Nähe von Jindabyne, man fährt also etwas zurück und biegt dann in den Alpine Way ab, die Free Camps befinden sich nach ein paar Minuten Fahrt auf der rechten Seite. Man bucht diese aber am besten schon vorher am Tag online und zahlt die 6$ Nationalparkgebühr, sonst wird es knapp mit den Plätzen am Abend, diese sind sehr beliebt! Kleiner Tipp: unser Campground war genau angrenzend zu ‚Wombat Land‘ – wir haben 2 gesehen, unsere Nachbarn ganz viele und am nächsten Morgen hat uns ein Känguru/Wallaby auf der anderen Flussuferseite begrüßt – eines unserer besten Freecamps!

Campground: Thredbo Diggins (keine Dusche, aber Toiletten, Wombats leben hier auf der Wiese neben dem Campingplatz am Fluss

(Man zahlt hier überall pro Nacht 6$ Nationalpark Fee, der Platz selbst ist kostenlos, vorab online buchen, wir mussten halb legal auf einem Tentsite schlafen)

Heute heißt es Abschied nehmen von den Bergen und es geht wieder in Richtung Küste. Die Fahrt von Thredbo Diggings bis nach Merimbula ist recht kurzweilig durch schöne Hügellandschaften und eine etwas längerere Schotterstrecke, die aber absolut fein zu fahren ist ohne Probleme auch ohne Geländewagen. Vor Merimbula kann man im örtlichen Schwimmbad auch noch duschen gehen – bei unseren Freecamps ist das ja fast nie dabei, daher ist unser Lieblingsfilter bei Campermate die kostenlose Dusche 🙂

Merimbula selbst ist ein kleines Küstenörtchen, man kann hier gut schwimmen gehen, es gibt 2 Park4Night Stellplätze. Wir standen zunächst bei dem beim Strand, wurden aber vom Sherriff gebeten für die Nacht unser Lager woanders aufzuschlagen, da man sonst hier zu lange steht und es Ärger mit den Nachbarn geben könnte. Also den Platz am Nachmittag nutzen und dann am Abend zum anderen Platz fahren und dort schlafen (ist sowieso ungestörter & ruhiger dort)

Campground: Park4Night Merimbula Boardwalk Parking (wir standen hier 1 Nacht ohne Probleme, haben abends & morgens gekocht und die Spaziergänger waren freundlich)

Tag 15: Merimbula – Eden

Heute stehen nur kurze 20 Minuten Fahrt an nach Eden. In Eden gibt es einen Hafen mit Touri-Info. Hier befindet sich auch der Park4Night Spot mit kostenlosen heißen Duschen vor Ort im Amenity Block.

An der Küste von Eden gibt es die Rock Pools, ein Must Do, wenn man in Eden ist. Ihr erreicht die Rock Pools nach einem kleinen Strandspaziergang, es ist ein kleiner natürlicher Steinpool, das Wasser ist typisch Ozean ziemloch frisch & kalt, aber das einfach nur gut um ehrlich zu sein! Von dem Pool aus kann man entlang der Steine klettern und hat eine geniale Aussicht auf versteckte Küstenabschnitte!

Campground: Park4Night Spot Eden Wharf (Achtung es ist super windig, aber die Dusche wie auch die Aussicht aufs Wasser sind einfach so genial!

Tag 16: Eden – Lakes Entrance

Weiter geht der Roadtrip entlang der Süd-Ostküste von Australian bis nach Lakes Entrance. Lakes Entrance ist ein süßer kleiner Ort. Die Fahrt ist circa 3h lang, es gibt nicht zu viel zu sehen, daher fährt man direkt durch.

Am Nachmittag habt ihr Zeit dazu den kleinen Ort zu erkunden oder schwimmen zu gehen am Strand.

Die Nacht verbringt ihr auf einem Park4Night Spot, das ist direkt beim Fluss, ihr solltet vor Sonnenuntergang dort sein, denn man erlebt einen tollen Sonnenuntergang, sieht viele Pelikane und wir hatten Glück und haben eine Seerobbe gesehen – wie süß!

Am nächsten Morgen könnt ihr zum Surf Park laufen, hier gibt es wieder kostenlose Duschen für euch.

Campground: Park4Night Spot 31 Bullock Island Road (wir standen hier mit anderen Campern eine Nacht ungestört, ein wirklich netter Platz für eine Nacht)

Tag 17: Lakes Entrance – McLoughlins/Port Albert

Der vorletzte Stopp vor Melbourne steht heute an. Heute ist mehr ein Fahrtag & der Nachmittag zum Entspannen da, da die direkte Fahrt von Lakes Entrance zur Mornington Peninsula doch recht lang ist.

Am Vormittag fahrt ihr nach McLoughlins – das ist nicht direkt Port Albert, aber hier gibt es einen netten Campspot an der Bootsrampe.

Zwar ist es die Bootsrampe, aber man kann hier auch schwimmen gehen im Meer. Dafür lauft ihr über die kleine Brücke und noch ca 5 Minuten durch den kleinen Wald. Der Strand gehört euch fast alleine, viel los ist hier nicht, aber das Wasser extrem erfrischend 🙂

Campground: free camp McLoughlins Beach Boatramp, Toiletten und Strandzugang, nachts ist man ziemlich alleine vor Ort

Tag 18: McLoughlins/Port Albert – Mornington Peninsula

Der letzte richtige Roadtrip Tag steht an! Man kann natürloch von McLoughlins durchfahren nach Melbourne, wenn man aber noch 1-2 Tage mehr Zeit hat, dann solltet ihr noch unbedingt den Abstecher zur Mornington Peninsula machen. Diese ist im Südosten von Melbourne und es warten viele tolle Strände oder die sehr bekannten Peninsula Hot Springs auf euch.

Für die Hot Springs sollte man einen ganzen Tag einplanen, wenn man vor 08:30 reingeht, zahlt man weniger und darf trotzdem den ganzen Tag dort bleiben. Hier gibts es ganz viele verschieden Hot Pools, bis zu 40 grad kann das Wasser heiß werden, es gibt 2 Saunen und jede Menge Ruhebereiche. Am besten nehmt ihr euch die Verpflegung selbst mit, es gibt zwar 2 Cafés dort aber das ist natürlich teuer.

Ansonsten könnt ihr kostenlos in den einzelen kleinen Orten entlang der Bay schwimmen gehen, die Seele baumeln lassen und das Leben genießen.

Es gibt mehrere kleine schöne Orte hier: Mornington, Rosebud, Rye oder Sorrento sind wirklich toll.

Campgrounds: Park4Night Spot Rye, direkt am Wasser gelegen mit Toiletten oder man bucht einen der offiziellen Campgrounds, die sich über die ganzen Bay ziehen, Achtung es gibt teure und günstige Abschnitte

Tag 19: Mornington Peninsula Melbourne

Nun geht euer Roadtrip zu Ende, ihr rollt gemütlich nach Melbourne zu eurem Campingplatz oder zu eurem Camper Vermieter für die Abgabe. Fast 3 Wochen braucht man von der Gold Coast nach Melbourne, man kann ganz locker 3-4 Wochen unterwegs sein und vor Ort in den einzelnen Küstenstädtchen, Nationalparks oder Stdney mehr Zeit verbringen, hier sind einem keine Grenzen gesetzt. Viel Spaß auf euer Reise!

Eine Antwort zu „Roadtrip Gold Coast über Sydney nach Melbourne“

  1. Avatar von Hannelore und Klaus
    Hannelore und Klaus

    Eine tolle Zusammenfassung einer doch langen und interessanten Zeit. Wenn man überlegt wieviele Kilometer man dabei zurück legt mit dem Auto.

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