22.06.24: Alice Springs, Kata Tjuta, Uluru & Kings Canyon
Heute war es nun soweit, es geht für die nächsten 3 Tage ins komplette Outback, in die Wüste!
Der Wecker klingelt unbarmherzig um 05:20, das Bett wird abgezogen, die Reisetasche fertig gepackt & ich zieh mich in Schichten warm an, denn bereits hier ist es echt kühl im Vergleich zu den 30 Grad aus Darwin – morgens & abends fallen die Temperaturen in Alice Springs auf unter 10 Grad.
Nach einem schnellen Frühstück aus Milchreis & einer Banane geht es dann um 06:10 zum Pick Up Point, wo uns schon der Bus, unsere Tourguide & Mitreisenden erwarten. Meine Mitbewohnerin ausm Hostelzimmer ist auch dabei.
Unsere Tourguide Lorrie informiert uns, dass uns nochmal 450km bis Yulara bevorstehen, dem Ort am nahesten zum Uluru. Los gehts mit dem Bus um 06:20, aktuell sind wir so ca. 8 Personen, die erste Etappe heute sind 2h bis zum Frühstücksstopp.
Gegen 08:30 waren wir im Centre of the Red Centre/Central Australia angekommen, in Erldunda. Dort gab es eine Emu Farm & Frühstückspause für alle.



Gegen 09:00 ging es dann weiter, der nächste Abschnitt ist 1:45h lang. Gute 140km vor dem Uluru konnte man den Berg zum ersten Mal am Horizont sehen. Er ist so rot wie auf allen Bildern. Waren vorher öfters noch einige Berge auf unserem Weg, gab es hier nur noch Hügel, der einzig richtige Berg im Umkreis war nur noch der Uluru – dachten wir zumindest. Aber es ist der Mount Conner, der Tabletop Mountain. Wir sind aber wohl nicht die einzigen, die den Fehler machen ☺️
Kurz danach gab es noch einen Stop auf der Curtain Station – genau dort gibt es auch nur die Aussicht auf den Mountain – er ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Nach einer weiteren 1/2h Fahrt war es dann so weit, man sah zum ersten Mal den Uluru (50km entfernt), ein paar Minuten später auch die Felsenformationen von Kata Tjuta. Von hier war es noch eine 1/2h bis Yulara.
In Yulara angekommen ging es erstmal ins Camp, dort hat mein Tour Anbieter Adventure Tours eine permanente Küche mit großem Holztisch & hintendran einige permanente Zelte.
Zunächst haben wir die Lebensmittel aus dem Bus geladen, alle Zutaten für unsere Wraps zum Mittagessen geschnipselt & Kartoffeln für unseren Kartoffelbrei abends geschnitten. Die Wraps waren super lecker. Bevor es weiter ging noch ein paar Leute abholen, sind wir noch auf eine kleine Aussichtsplattform beim Camp gestifelt, wo man sowohl den Uluru als auch Kata Tjuta sehen konnte. Mit einer Runde durch Yulara & am Airport von Yulara haben wir alle weiteren Teilnehmer noch eingesammelt (heute sind wir 22) & sind dann in den Nationalpark gefahren.




In Europa ist heute Midsommer, in Australien Midwinter, d.h. es ist der kürzeste Tag des Jahres im Gegensatz zum europäischen längsten Tag des Jahres! 🙂
Daher waren wir etwas im Stress, um Kata Tjuta zu erreichen, vom Parkeingang waren das nochmal gute 50km, also so 40 Min Fahrt bis zu unserem Spaziergang dort.
Kata Tjuta besteht aus mehreren Felsen, die zusammen eine Felsformation gebildet haben, der höchste Berg ist etwas über 500m hoch. Wir sind bei einer Schlucht reingelaufen, wo man zunächst ein paar Minuten zwischen zwei Felsen durchläuft, bis diese beiden dann zu einem verschmelzen. Durch die Nachmittagssonne hatten wir sehr interessante Farbspiele. Die Wanderung war nicht lang & wir waren dann so gegen 4:30 wieder beim Bus.








Nach einer 40 minütigen Fahrt waren wir dann bei unserem Uluru Sunset Dune Viewpoint. Da Sunset heute gegen 06:20 war, hatten wir noch eine gute Stunde Zeit.
Es gibt dort eine kleine Aussichtspunkmöglichkeit, das sind keine 10 Minuten Spaziergang vom Bus Parkplatz aus, wo man auf einer Sanddüne dann ankommt, links der Uluru, rechts in der Ferne Kata Tjuta.



Zurück beim Bus hat Lorrie ein kleines Snacks Buffet aus Crackern, Käse, Gemüse, Salami & Getränken aufgebaut & wir haben bis zum Sunset zugeschaut, wie sich die Farben beim Uluru verändern. Als die Sonne untergegangen ist, war es echt beeindruckend mit einem rosa & blauem Himmelsstreifen.







Zurück im Camp wurden unsere Schlafmöglichkeiten sortiert: manche schlafen im permanenten Zelt, manche in einem Swag (eine Art großer Schlafsack mit Isolation, einem Schlafsack extra drinnen & man schläft direkt unter dem Sternenhimmel). Aufgrund der Temperaturen war ich erstmal extrem froh, dass wir in einem Zelt schlafen können, teile es mir mit Mariah, einem Mädel aus Sydney.
Groß Zeit hatten wir nicht, da alle hungrig waren, haben wir ein Barbecue Dinner gemacht. Da ich lieber kochen helfe als abspülen & fast nur Mädels helfen wollten, bin ich irgendwie an dem riesigen Grill gelandet mit Würstchen & Steak in der Hand für alle ☺️ mit Hilfe von Beck (auch aus Sydney) und einem Italiener, der in Singapur lebt, haben wir alles ganz gut gegrillt bekommen & es war so schön warm direkt am Grill ☺️ die anderen haben in der Zwischenzeit Salate geschnipselt & das Kartoffelpürree fertig gestellt. Das war echt lecker & hat schön gewärmt das Essen.

Als alle fertig waren ist Lorrie die Tagesplanung von morgen mit uns durchgegangen: aufstehen ist um 05:30 da wir um 06:45 beim Uluru sein wollen, zum drum herum spazieren beim Sonnenaufgang. Zum Nachtisch gabs noch ein Stück Schokokuchen für alle, bevor es dann in Richtung Dusche ging. Es war zwar so eisig, aber da ich gehört hab, dass der Hand-Föhn ging, hab ich mich überwunden & auch meine Haare gewaschen, das war echt angenehm.

Danach ging es dann auch nur noch ins Bett, es war richtig eisig, aber es gab eine Bettdecke & eine Kuscheldecke. Wenn man sich nicht zu viel bewegt hat, war es ganz angenehm eigentlich, nicht warm, aber aushaltbar.
23.06.24: Uluru & Kings Creek Station
Unser Wecker von Lorrie ging um 05:30 heute Morgen, sie hat das Harry Potter Opening Theme gespielt, das war truly magical! So hart es war aufzustehen & ins Bad zu gehen, tat es gut sich umzuziehen, so war es etwas wärmer. Ein kurzes Frühstück später (Vollkorn Cornflakes mit Rosinen) und schon ging es um 06:15 in den Bus. Eine kurze Fahrt später waren wir gegen kurz nach halb sieben am Uluru angekommen. Ausgestattet mit Handschuhen, warmen Buff, Schal, Mütze & rote Jack Wolfskin Jacke sowie einem Tee in meinem Starbucks Becher ging es auf den Base Walk um den Uluru herum.

Es war eisig kalt (so um die 3 Grad), aber es war es so sehr wert. Aufgrund der wertvollen Bedeutung für die Aboriginees ist es circa für die Hälfte des Walks verboten Bilder zu machen. Vom Sunrise am Horizont konnte man aber gut Bilder machen. Es war einfach beeindruckend, wie die Sonne aufging & sich die Farben vom Uluru verändert haben.









Nach gut 3/4 des Weges waren wir am Meeting Point mit Lorrie, die uns so netterweise Lamington Curds (Kokosriegel) und Orangen als Snack & Stärkung gerichtet hat. Das tat wirklich gut, danach hat uns Lorrie durch die Höhlen & zum Waterhole geführt und uns ganz viel dazu erzählt zur Aboriginee Geschichte.








Zum Abschluss sind wir nochmal 25 Minuten weiter gelaufen bis zum Anfang des Walks und sind somit gute 10km um den Uluru gelaufen. Zu dieser Zeit dann war auch deutlich mehr los, ich kann das Starten zum Sonnenaufgang nur empfehlen.




Nach der erfolgreichen Wanderung ging es dann weiter zum Cultural Centre vom Nationalpark, das ist ein kleiner Ort mit einem Museum, 2 Art Galleries, Souvenir Shop & Café. Eine heiße Schoko tat einfach gut zwischendurch zum Aufwärmen, kurz vor Mittag ging es zurück ins Camp.
Zum Mittagessen im Camp gab es Burger, irgendwie bin ich mit Beck wieder am Barbecue gelandet. Wir haben es ganz fancy gemacht mit Spiegeleiern & Speck ☺️ ich esse ja kein Rindfleisch, aber da ich die Patties mit gebraten habe, hab ich es natürlich gegessen und es hat super in Kombi mit Spiegelei & Speck geschmeckt ☺️
Danach haben wir das Camp zusammengepackt und es ging in den Bus – 4h Fahrt liegen zwischen uns und dem Gebiet vom Kings Canyon. Zuerst haben wir alle erstmal ne gute Stunde geschlafen, waren alle doch eher kaputt & müde vom frühen Aufstehen morgens. Sonst ging die Fahrt sehr schnell rum.
Gegen 17:00 Uhr sind wir dann im Camp angekommen. Nun wurde erstmal das Gemüse für das Curry geschnipselt, dann hat Lorrie uns losgeschickt, sie kocht fertig, wir sollen uns den Sonnenuntergang anschauen in Ruhe.
Zwar war es kein Ozean Sonnenuntergang oder der Uluru, aber die weiten Felder der Wüste waren extrem beeindruckend & es war ein echt toller Moment.









Als es dunkel wurde, waren wir zurück im Camp, Lorrie hat uns ein Lagerfeuer angemacht, wir haben uns das Curry schmecken lassen und hatten einen extrem schönen & spaßigen Abend am Lagerfeuer zusammen.


Gegen 10 waren dann alle müde, morgen gegen 05 Uhr werden wir wieder geweckt für die nächste Wanderung 🫣
24.06.24: Kings Canyon & zurück nach Alice Springs
Die Nacht heute war so extrem schön warm, das tat sehr gut. Gegen 5 wurden wir heute mit einem Soundtrack von Lord of the Rings geweckt, nach kurzem Anziehen gab es ein Frühstück. Haben heute etwas länger Zeit bis zur Bus Abfahrt, da uns eine 3h Wanderung bevorsteht, da war es wichtig mehr zu essen. Es gab wieder Cornflakes mit Rosinen, dazu eine Tasse Tee & eine Tasse Apfelsaft.
Gegen 06 ging es dann mit dem Bus los, die Fahrt bis zum Kings Canyon hat gute 40 Minuten gedauert. Angekommen war es so eisig kalt & noch gut dunkel, aber man hat den Pfad gut erkennen können. Die erste Strecke war die schlimmste, es war extrem steil, unsere Muskeln vor Kälte & Müdigkeit noch ganz steif und insgesamt noch recht dunkel. Sobald aber die ersten zwei Etappen geschafft waren, waren die Muskeln & der Puls final wach, es war gut warm in all der Kleidung und der Sonnenaufgang hat begonnen.








Oben auf dem Canyon angekommen, hatten wir eine tolle Aussicht auf den Canyon sowie das auslaufende Tal von dort aus, das war einfach Hammer. Die nächste Zeit sind wir auf dem Canyon hoch & runter gewandert, die Aussicht wurde immer wieder anders & immer wieder besser.







Auf dem Weg war unten in einer Schlucht der sogenannte Garden of Eden, das ist ein Wasserloch mit ganz vielen Bäumen mitten in einer Schlucht. Dort abseits von allen Blicken gab es unser zweites Frühstück: Müsli Riegel, ein Apfel & Keckse. Hatte mir einen Butter Toast gemacht zum Mitnehmen, den habe ich da auch zur Hälfte gegessen. Die Pause tat echt gut & war genau zur richtigen Zeit.


Weiter ging es für gute 1 3/4h über den Canyon, man musste sich schon konzentrieren, dass man sich nicht verläuft, Lorrie hat uns viel über die verschiedensten Pflanzen erzählt, die vor Ort wachsen.









Gegen kurz vor 10 waren wir dann wieder unten am Parkplatz angekommen, die Wanderung war einfach toll & es war es so wert, dass wir so früh aufgestanden sind.
Zurück ging es in 20 Minuten zum Camp, dort haben wir unsere Sachen zusammen gepackt im Zelt & alles für unsere Wraps gerichtet zum Lunch. Mittagessen um 10:45 war schon echt schräg, aber da wir um 05 aufgestanden sind, war es gut, wir hatten alle Hunger. Nach unserem Lunch haben wir noch einen Spaziergang über die Station gemacht, ein Eis geholt zum Nachtisch und den Esel sowie Kamele nochmals besucht.
Um 12 Uhr ging es dann zurück in den Bus, wir sind alle zusammen gestartet, irgendwo zwischen Kings Canyon & Erldunda nach 1,5h Fahrt aber gab es eine Abzweigung zum Uluru bzw. nach Alice Springs. Dort hat uns ein anderer Tour Guide abgeholt, es gehen noch ein paar mit Lorrie für eine Nacht zurück nach Yulara. Für mich ging es in den neuen Bus, nach einem Verabschieden von den netten neu gewonnen Freunden, die ich alle in Sydney wiedertreffen werde, ging es auf den Weg für die nächsten 3h bis nach Alice Springs.
Nach einer Stunde Fahrt waren wir in Erldunda, wir haben dort eine kurze Pause gemacht, bevor es weiter ging nach Alice Springs.


Insgesamt kann ich diese Tour nur jedem empfehlen, gebucht habe ich sie über das Reisebüro Germans Travel (Experten für Kanada, Australien & Neuseeland), ich war super betreut vor der Abreise. Die Tour Anbieter waren Adventure Tours Australia & Lorrie unsere Tour Guide – alle von Herzen zu empfehlen. Alles war super toll organisiert, es war ein echtes Abenteuer, das Essen einfach super lecker & mega, dass wir mitkochen durften. Man hat so viele neue tolle Menschen kennengelernt auf den 3 Tagen, dass der Abschied schwer war. Es war zwar so extrem eisig kalt, aber dafür kann niemand von den Touren etwas, es ist halt nun mal Winter in Central Australia! ☺️ Die Experience werde ich niemals mehr vergessen, der Uluru & Kata Tjuta sind so magisch & mystisch wie man immer hört, einfach unvergesslich & eine Reise wert. Der Kings Canyon einfach super beeindruckend & auch wenn nicht so bekannt wie der Uluru, aber trotzdem mystisch & genial.

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